17.05.2018, 13:11 Uhr

Gründungsversammlung Verein Gutleben plant Generationen-Wohnen und Ökodorf

(Foto:  Holger Lüttich)(Foto: Holger Lüttich)

Der Wunsch nach einem ökologischen Leben, mehr sozialer Gemeinschaft und demokratischem Miteinander soll Wirklichkeit werden. Zumindest wenn es nach den gründungsbegeisterten Menschen geht, die am vergangenen Dienstag, 15. Mai 2018 im Gasthaus Gallenbach in Taufkirchen bei Kraiburg den Verein „Gutleben“ aus der Taufe gehoben haben.

TAUFKIRCHEN BEI KRAIBURG Der Verein will vielfältige Aktivitäten durchführen: vom Infostand, über Seminare bis zu Vereinsfesten. Eine Website gibt es bereits. Zum ersten Vorsitzenden wurde Holger Lüttich gewählt, zur zweiten Vorsitzenden Ursula Lux. Der Verein Gutleben beabsichtigt und konzipiert die Schaffung einer dorfähnlichen Gemeinschaft von rund 300 Menschen auf 15-20 Hektar Land (Standort zur Zeit noch offen). Dort soll selbstbestimmtes, nachbarschaftliches und ökologisches Leben, Wohnen und Arbeiten möglich sein - z.B. durch Mehrgenerationen-Häuser und -Werkstätten, Bio-Gärten, Kreiskultur-Veranstaltungen, regenerative Energieerzeugung und mehr. Anders als in einer Kommune ist keine gemeinsame Kasse oder Tagesgestaltung geplant. Jeder ist für seine Lebensführung selbst verantwortlich, soll sich aber an Werten wie Respekt, Mitgefühl, Toleranz und Solidarität ausrichten. Durch viele Treffpunkte und Gemeinschaftsangebote ist es unkompliziert möglich, mit anderen in Verbindung zu kommen. Es gibt aber kein Muss, sondern die freie Wahl und Räume für Rückzug und Individualität. Das Konzept folgt keiner speziellen Vorlage. Es orientiert sich höchstens teilweise an unkonventionellen Dörfern wie „Siebenlinden“, „Tempelhof“ und anderen. Wie die beiden Vorsitzenden Lüttich und Lux betonen, werden „Dogmatismus und Extremismus jeglicher Art abgelehnt“. Wie Lüttich ausführte, „sind militante Aussteigertypen und Revoluzzer bei uns Fehl am Platz“. Ein Lebensmodell zum Wohle Aller enstehe durch Umsetzung funktionierender Alternativen, z.B. durch den Start einer Solidarischen Landwirtschaft, eines Waldkindergartens, Backhauses, Betriebes für Solarziegel, einer Upcycling-Werkstatt usw. Dabei wolle man mit den Akteuren in der Region zusammenarbeiten und seine Vorhaben möglichst einvernehmlich umsetzen. Daneben sollen im Verein auch Veranstaltungen z.B. zum Thema „Gemeinschaftsgestaltung und gemeinsame Wertebildung“ stattfinden. Was dem Verein noch abgeht: der geeignete Siedlungsggrund, ein Vereinsheim und mehr hoch engagierte Mitglieder. Doch da sind die Vereinsvorsitzenden zuversichtlich. „Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden“, merkte Holger Lüttich an, an den sich Interessierte unter der Tel.  08631 3069750 wenden können.


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