23.12.2017, 15:29 Uhr

Robert Pötzsch Gemeinsam Waldkraiburg voranbringen

Foto: Stadt WaldkraiburgFoto: Stadt Waldkraiburg

Das Weihanchts- und Neujahrsgrußwort von Waldkraiburgs Erstem Bürgermeister Robert Pötzsch.

Liebe Waldkraiburgerinnen, liebe Waldkraiburger,

mit der Adventszeit neigt sich auch das Jahr zu Ende. Für mich ist die „staade“ Zeit dazu da, um bewusst auf das vergangene Jahr zurückzublicken und die Entwicklungen der letzten zwölf Monate Revue passieren zu lassen. Was war gut? Worauf können wir stolz sein? Wo müssen wir noch anpacken und auch neue Wege gehen? Dabei ist es mir auch wichtig, dass Sie mir Ihre Meinung mitteilen. In der Bürgerversammlung, in der Bürgersprechstunde oder bei einem persönlichen Gespräch in anderer Runde: Mir sind Ihre Vorschläge, Ihre Meinung, Ihre Sorgen und Ihre Wünsche wichtig. Denn nur gemeinsam können wir Waldkraiburg verbessern und vorantreiben.

Voranbringen wollen wir Waldkraiburg mit dem ISEK-Prozess, den wir letztes Jahr gestartet haben und der in diesem Jahr die ersten Früchte getragen hat. In zwei Planungswerkstätten haben Sie die Möglichkeit genutzt, Ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zur Entwicklung von Waldkraiburg einzubringen und sich aktiv am Planungsprozess zu beteiligen. Es freut mich sehr, dass so viele von Ihnen unserer Einladung gefolgt sind und sich im Haus der Kultur gemeinsam Gedanken über Waldkraiburgs Zukunft gemacht haben. Das Planungsbüro Dragomir, das uns auf diesem Weg Schritt für Schritt begleitet, ist gerade dabei, die Ergebnisse aus den Planungswerkstätten auszuwerten. Im Frühjahr 2018 werden wir Ihnen dann die ersten Resultate vorstellen können.

Für mich ist es wichtig, dass wir unsere Stadt stetig weiterentwickeln. Waldkraiburg wächst weiter. Ende letzten Jahres haben wir die 25.000 Einwohner Marke überschritten – es ist abzusehen, dass dieser Trend weiter anhält. Umso wichtiger ist es, dass wir als Stadt attraktiv bleiben. Dazu gehört es, dass wir den Bürgern und auch den Unternehmen die bestmöglichen Voraussetzungen für ein modernes Leben und Arbeiten bieten. Aus diesem Grund freut es mich sehr, dass die Planungen für das schnelle Internet in Waldkraiburg schon seit Längerem abgeschlossen sind und die Bauarbeiten an vielen Stellen weit fortgeschritten sind. Rund 18 Kilometer Glasfaser und neun Verteiler sorgen ab dem Frühjahr für höhere Bandbreiten. Insgesamt profitieren von diesem Ausbau 614 Haushalte.

Ein weiterer Erfolg, auf den ich sehr stolz bin, ist die Verleihung des „Fair Trade Siegels“. Als 513. Stadt in Deutschland und 128. Stadt in Bayern ist Waldkraiburg im November offiziell als „Fair Trade Stadt“ ausgezeichnet worden. Ohne die Steuerungsgruppe, die sich zehn Monate lang dafür eingesetzt hat, dass wir alle Kriterien erfüllen, wäre ein so schneller Erfolg nicht möglich gewesen. Aber wie heißt es beim Fußball so schön? Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Wir werden gemeinsam mit Ihnen das Projekt am Laufen halten und Schritt für Schritt weiter entwickeln.

Ich habe keine Zweifel, dass wir gemeinsam die weiteren Herausforderungen hinbekommen werden. Viele Aktionen in diesem Jahr haben gezeigt, was Waldkraiburger erreichen können, wenn alle an einem Strang ziehen. Beim Stadtradeln haben Sie 33.215 Kilometer für Waldkraiburg „erstrampelt“ und damit den Sieg im Landkreis zu uns nach Hause geholt. Die erste Müllsammelaktion „Rama Dama“ war ebenfalls ein voller Erfolg. Über 500 Helfer aller Altersgruppen haben an zwei Tagen mit angepackt und unsere Stadt von Müll befreit. 15 Kubikmeter Müll landeten am Ende in den Containern. Und so ist es für mich selbstverständlich, dass wir diese Aktion auch im neuen Jahr durchführen werden.

Wir haben auch gefeiert, getanzt und gelacht. Denken Sie nur an die vielen tollen Feste, die dieses Jahr stattgefunden haben: Kunst & Kommerz, Stadtfest, Volksfest, Städtepartnerschaftsjubiläum, Christkindlmarkt – in Waldkraiburg ist immer etwas los und es lohnt sich vorbeizuschauen.

Das alles wäre ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich in allen Bereichen der Stadt engagieren, nicht möglich.

Egal ob beim Sport, in den Vereinen, in der Kultur, in der Flüchtlingshilfe oder in den unzähligen anderen Einrichtungen und Organisationen, mit Senioren, Kindern, Behinderten oder Bedürftigen. Dieses ehrenamtliche Engagement ist eine wichtige Säule unserer Stadt, ohne die wir ein ganzes Stück ärmer wären. Vielen Dank für Ihren Einsatz.

Natürlich beschäftigen mich auch Themen, für die wir langfristig eine Lösung finden müssen. Derzeit hole ich wichtige Informationen ein, damit wir Anfang 2018 die richtigen Entscheidungen vorantreiben können.

Drei große Projekte möchte ich im nächsten Jahr anstoßen.

1. Die Entwicklung der Innenstadt inkl. Rathaus.

2. Das Projekt öffentliches Waldbad.

3. Das Projekt Kulturzentrum.

Bei allen drei Großprojekten geht es mir um den Erhalt und Ausbau der Attraktivität unserer Stadt in den Bereichen Innenstadtqualität, Kulturangebot sowie Freizeitangebot.

Für die Entwicklung der Innenstadt wäre die Öffnung des Sartrouville Platz durch die Verlegung des sanierungsbedürftigen Rathauses eine gute Chance.

Ein umfangreiches Kulturangebot von Bücherei über Ausstellungen hin zu Musik und Theater ist ein Magnet und Aushängeschild für unsere Stadt. Mit der Zentralisierung all dieser Angebote an einem Ort schaffen wir ein Kulturzentrum das seinesgleichen in der Region sucht. Dem Stadtrat werde ich im ersten Quartal 2018 alle möglichen Informationen geben, damit dieser die richtigen Weichen stellen kann!

Ein öffentliches Freibad ist für mich ein wesentlicher Bestandteil für das Freizeitangebot einer prosperierenden Stadt wie Waldkraiburg. Eine solche öffentliche Freizeiteinrichtung bereit zu stellen, ist für mich eine wichtige Voraussetzung für die Attraktivität von Waldkraiburg. Das derzeitige Waldbad ist stark sanierungsbedürftig. Eine Sanierung würde Millionen verschlingen. Glücklicherweise bietet sich eine weitere Option, die in den nächsten Monaten zu diskutieren sein wird. Es gibt die zusätzliche Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit zum Neubau eines gemeinsamen Freibades mit der Gemeinde Aschau. Ein Bad nach neuestem Standard für ein unbeschwertes Badevergnügen. Die beiden Optionen werden bereits geprüft und mit Fakten und Zahlen untermauert, sodass der Stadtrat im Frühjahr 2018 eine Entscheidung treffen kann. Für mich steht dabei eines fest: Waldkraiburg braucht auch weiterhin ein Freibad. In den letzten Jahrzehnten ist zu wenig Geld in die Erhaltung des Schwimmbades geflossen. Eine Entscheidung, für die wir jetzt die Rechnung tragen müssen. Sie können sich aber sicher sein, dass die Stadtverwaltung, die Stadträte und ich alles dafür tun werden, um eine für Waldkraiburg und Sie tragbare Lösung zu finden.

Bevor wir mit frischer Energie in das neue Jahr starten, bietet die „staade Zeit“ auch Ihnen persönlich einmal die Möglichkeit, kurz innezuhalten und über die letzten Monate nachzudenken. Nutzen Sie die Weihnachtszeit, um Zeit mit Ihrer Familie und Freunden zu verbringen und sammeln Sie Kraft für das neue Jahr.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen Waldkraiburg voranzubringen und lade Sie dazu ein, mich auf diesem Weg mit Ihren Ideen und Ihrer Unterstützung zu begleiten.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihr

Robert Pötzsch

Erster Bürgermeister


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