24.10.2017, 16:09 Uhr zuletzt aktualisiert vor

MdL Günther Knoblauch gibt bekannt Viele Polizisten sind auf Nebenjobs angewiesen

(Foto:Edi Hutterer)(Foto:Edi Hutterer)

Bayernweit sind fast 5000 Polizisten auf Nebenjobs angewiesen. „Die Gehälter der Polizei stehen in keinem Bezug mehr zu den Lebenshaltungskosten“, kritisiert MdL Günther Knoblauch. „Wenn das Gehalt unserer Polizistinnen und Polizisten nicht mehr zum Leben reicht, dann vernachlässigt der Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht.“

MÜHLDORF Der SPD-Heimatabgeordnete Günther Knoblauch fordert eine bessere Bezahlung von Polizeibeamtinnen und Beamten. Anlass ist das Ergebnis einer schriftlichen Anfrage von Peter Paul Gantzer, Sicherheitsexperte der SPD-Landtagsfraktion. Demnach haben im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 306 Polizeikräfte einen Nebenjob. Bayernweit gehen 4967 Beamtinnen und Beamte (ca. 12 Prozent) der bayerischen Polizistinnen und Polizisten einer Nebentätigkeit nach. Bei den angestellten Polizeibeamten ist die Quote sogar noch etwas höher.

„Die Zahlen verdeutlichen, dass die Gehälter bei der Polizei in keinem Bezug mehr zu den Lebenshaltungskosten stehen“, erklärt Knoblauch. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass sich die Nebenjobber hauptsächlich in den Besoldungsgruppen A8 und A9 befinden, also bei den niedrigeren Einkommensgruppen. Diese Verteilung ist in allen Präsidialbezirken zu verzeichnen. Knoblauch sieht hier dringenden Handlungsbedarf: „Wenn das Gehalt unserer Polizistinnen und Polizisten nicht mehr zum Leben reicht, dann vernachlässigt der Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht.


0 Kommentare