10.04.2019, 14:40 Uhr

Bauarbeiten Wittstraße wird ab 11. Juni zwischen Kupfereck und Tunnel saniert

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Die Wittstraße wird ab 11. Juni zwischen dem Kupfereck und dem Josef-Deimer-Tunnel saniert. Laut Staatlichem Bauamt Landshut sollen die Arbeiten bis Mitte August und damit rechtzeitig vor dem Beginn der Bartlmädult abgeschlossen sein. OB Alexander Putz steht der Maßnahme kritisch gegenüber.

LANDSHUT Das Staatliche Bauamt Landshut hält an seinen Plänen fest und wird die Wittstraße (B15) heuer in einem rund 420 Meter langen Abschnitt zwischen dem Kupfereck und dem Josef-Deimer-Tunnel grundlegend sanieren. Das teilte Abteilungsleiter Robert Köhl Oberbürgermeister Alexander Putz am Dienstag bei einem Treffen im Rathaus mit. Die Arbeiten werden am 11. Juni, dem Dienstag nach dem Pfingstwochenende, beginnen und voraussichtlich bis Mitte August dauern. Damit wäre die Bartlmädult, die bekanntlich auf der angrenzenden Grieserwiese stattfindet, von der Baumaßnahme nicht beeinträchtigt.

Ungeachtet dessen steht OB Putz dem Vorhaben kritisch gegenüber: Mit Blick auf die ohnehin angespannte Verkehrssituation in Landshut hatte Putz Spitzenvertreter des Staatlichen Bauamts in mehreren Gesprächen und mit Schreiben vom 12. März darum gebeten, die mit erheblichen Verkehrsbehinderungen verbundene Maßnahme idealerweise bis zur Fertigstellung des innerstädtischen Teils der geplanten Westtangente zu vertagen. Dies sei auch deshalb vertretbar, weil die Fahrbahndecke der Wittstraße erst 2012 erneuert worden sei. In der Tat habe man damals die oberen Asphaltschichten instand gesetzt, räumte Köhl ein. Aber: „Die nötige grundlegende Sanierung war damals aus finanziellen Gründen nicht möglich.“ Diese müsse wegen des schon jetzt schlechten Zustands und der nicht ausreichenden Tragfähigkeit der Wittstraße umgehend erfolgen. Daher könne das Staatliche Bauamt dem Wunsch des Oberbürgermeisters nicht entsprechen. „Die grundlegende Sanierung ist jetzt unumgänglich“, sagte Köhl, versprach aber, eine Verschiebung des für 2020 vorgesehenen zweiten Bauabschnitts nochmals zu prüfen – dann wäre der Bereich zwischen dem Deimer-Tunnel und dem Ländtor betroffen.

Dieser zweite Bauabschnitt bereitet OB Putz auch die größten Sorgen. Denn für das kommende Jahr plant die Autobahndirektion Südbayern (ABDSB) die Fahrbahnsanierung der A92 im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Nord und Landshut-West. Die Ausweichstrecke – etwa bei einem Unfall im Baustellenbereich – würde über die alte B11 und dann weiter über die B15 und die Wittstraße führen. „Wenn wir zeitgleich zwei Großbaustellen auf der A92 und auf der Wittstraße haben, wäre das Verkehrschaos in Landshut vorprogrammiert“, sagt Putz. „Sehenden Auges würde dadurch ein Nadelöhr geschaffen. Die Folge wären massive Staus. Und die kann man weder den Verkehrsteilnehmern noch den Anwohnern zumuten.“ Für ihn ist deshalb klar: „Weitere Bauabschnitte der Wittstraßen-Sanierung müssen warten, bis die Arbeiten an der A92 im Raum Landshut abgeschlossen sind.“

Während das Staatliche Bauamt in diesem Punkt also Gesprächsbereitschaft signalisierte, ist an der Umsetzung des ersten Bauabschnitts bereits ab 11. Juni nicht mehr zu rütteln. Natürlich sei auch dem Staatlichen Bauamt sehr daran gelegen, die mit den Arbeiten verbundenen Beeinträchtigungen für alle Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten, versicherte Köhl. Um die Instandsetzung so rasch wie möglich durchzuführen, habe man sich für eine sogenannte Tageslichtbaustelle entschieden: Gearbeitet wird von Montag bis Samstag jeweils so lange, wie das Tageslicht es zulässt. Gleichzeitig bemüht sich das Staatliche Bauamt, die Wittstraße während der Bautätigkeit zu entlasten. Deshalb wird der Schwerverkehr der B11 und der B15 beispielsweise großräumig über die A92 bzw. die B299 und die B388 umgeleitet. „Diese Umleitungsstrecke wird generell dem gesamten Fernverkehr empfohlen“, betonte Köhl. Der Verkehr unter 3,5 Tonnen, insbesondere der Anliegerverkehr sowie die Linien- und Schulbusse werden dagegen im Stadtbereich kleinräumig über die Innere Münchner Straße umgeleitet. Das Straßenverkehrsamt der Stadt wird darauf achten, dass bis dahin sämtliche baustellenbedingte Behinderungen auf der Inneren Münchner Straße beseitigt werden.

Der für diesen Sommer vorgesehene erste Teil der Instandsetzung der Wittstraße ist in sechs Bauphasen geplant, wobei für jede Phase eine eigene Verkehrsführung nötig ist.


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