14.01.2019, 13:01 Uhr

Lokales Aktionsbündnis Auch Landshut will die Bienen retten

In Landshut hat sich jetzt ein breites lokales Aktionsbündnis verschiedener Gruppen gegründet, die das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterstützt. Ziel ist es, das Bayerische Naturschutzgesetz zu refomrieren.Foto: lw  (Foto: ÖDP)In Landshut hat sich jetzt ein breites lokales Aktionsbündnis verschiedener Gruppen gegründet, die das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterstützt. Ziel ist es, das Bayerische Naturschutzgesetz zu refomrieren.Foto: lw (Foto: ÖDP)

In Landshut wurde in der letzten Woche ein lokales Aktionsbündnis gegründet, das das bayerische Volksbegehren zum Schutz der Bienen unterstützt. Der Wintergarten des Gasthauses zur Insel, wo in der letzten Woche die Gründungsversammlung stattgefunden hatte, war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Uns sind die Unterschriftenlisten ausgegangen“, erzählt ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda.

LANDSHUT Initiiert worden war das Volksbegehren für Artenvielfalt und Naturschönheit „Rettet die Bienen!“ in Bayern bereits im Mai 2018 von der ÖDP, die daraufhin mit der Sammlung von knapp 100.000 Unterschriften die erste Hürde genommen hatte. Unterstützung kam in der ersten Phase bereits von über 80 Bündnispartnern.

Mitte November nahm das Volksbegehren die nächste Hürde, indem es vom Innenministerium zugelassen wurde. Mit dem Volksbegehren soll das Bayerische Naturschutzgesetz reformiert werden.

In der zweiten Phase hat sich in Bayern ein starker Trägerkreis gebildet. Momentan bilden in Bayern zusammen mit der ÖDP die Grünen und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) den Trägerkreis.

Der lokale Trägerkreis hat nun die Gründung des lokalen Aktionsbündnisses für Stadt und Landkreis Landshut in der vergangenen Woche im Gasthaus Insel organisiert. Zu den Sprechern wurden Heiko Helmbrecht (ÖDP),Hedwig Borgmann (Grüne),Christian Brummer und Kathy Mühlebach-Sturm gewählt.

Lokale Aktionsbündnispartner sind zahlreiche Organisationen, darunter unter anderem die Katholische Stadtkirche Landshut, die Gemeinwohlökonomie Regionalgruppe Landshut, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und die Interessengemeinschaft Gesundes Trinkwasser Hohenthann, aber auch viele nicht organisierte Bürger.

Das Aktionsbündnis braucht Unterstützung bei der Plakatierung, beim Flyer verteilen oder an Infoständen und als Rathaus-Lotse in dem jeweiligen Eintragungsort. Zwischen dem 31. Januar und dem 13. Februar 2019 müssen sich mindestens eine Million wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Bayern in ihren Rathäusern eintragen, um für ein besseres Naturschutzgesetz und mehr Artenschutz ihre Unterschrift zu leisten. Ziel des Volksbegehrens ist es, in Bayern das wirksamste Naturschutzgesetz Deutschlands zu erreichen. Ein Biotopnetzverbund soll die „Verinselung“ von einzelnen geschützten Gebieten beenden, das Ausbringen von Pestiziden soll zudem eingedämmt werden, um nicht nur den Bienen, Schmetterlingen und Vögeln, sondern dem gesamten Artenreichtum bessere Überlebenschancen zu verschaffen. An den Gewässern sollen Uferrandstreifen verpflichtend geschützt werden und in der landwirtschaftlichen Ausbildung sollen die Gründe des dramatischen Artenschwunds zum Lehrinhalt gemacht werden. Auch für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft soll es gesetzlich festgelegt Ziele geben.


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