10.10.2018, 10:25 Uhr

Straßenbauprojekt Ortsumfahrung von Weihmichl rückt näher

Die B299 führt durch die kleine Ortschaft Weihmichl. Die Anwohner sind durch den Schwerverkehr schwer belastet.Foto: Schmid  (Foto: Schmid)Die B299 führt durch die kleine Ortschaft Weihmichl. Die Anwohner sind durch den Schwerverkehr schwer belastet.Foto: Schmid (Foto: Schmid)

Das wird die verkehrsgeplagten Anwohner der B299 in Weihmichl freuen zu hören: Das Projekt Ortsumfahrung geht voran. Die Regierung von Niederbayern hat auf Antrag des Staatlichen Bauamtes Landshut für den Neubau der Ortsumgehung jetzt das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

LANDKREIS LANDSHUT Die Bundesstraße 299 führt von Neumarkt in der Oberpfalz über Neustadt an der Donau und Landshut nach Altötting. Sie verbindet die Industrie- und Raffineriezentren bei Ingolstadt und Neustadt an der Donau mit dem südostbayerischen Raum mit dem Chemiedreieck Altötting-Burghausen-Töging. Nördlich von Landshut übernimmt die B 299 neben der Anbindung an den Wirtschaftsstandort Landshut insbesondere auch eine wichtige Zubringerfunktion zu den Autobahnen A 92 und A 93.

Bei der letzten amtlichen Straßenverkehrszählung im Jahr 2015 wurden auf der B 299 zwischen Arth und Weihmichl 8.700 Autos am Tag gezählt. Der Anteil des Schwerverkehrs ist mit 1.140 Fahrzeugen am Tag hoch. Südlich des Planvorhabens ergab die Verkehrszählung 2015 auf der B 299 bei Pfettrach sogar 17.300 Fahrzeuge insgesamt, davon 1.780, die dem Schwerverkehr zuzuordnen sind. Ein Teil dieses Verkehrs zweigt bei Arth in Richtung Furth auf die St 2049 ab.

Die Bundesstraße 299 ist zwischen Landshut und Neustadt an der Donau auf weite Strecken bereits entsprechend den verkehrlichen Anforderungen ausgebaut. Unzureichend ist aber der etwa zehn Kilometer lange Abschnitt zwischen Arth und Oberneuhausen. Die Bundesstraße führt dort durch die Ortschaften Arth, Weihmichl sowie Unter- und Oberneuhausen und das hohe Verkehrsaufkommen sowie der Schwerverkehr verursacht erhebliche Immissionen und beeinträchtigt die Wohn- und Aufenthaltsqualität stark. Wegen der unsteten Linienführung der B 299 mit zwei fast rechtwinkeligen Kurven in Weihmichl, den zu geringen Fahrbahnbreiten und fehlender bzw. zu schmaler Geh- und Radwege sowie den vorhandenen zahlreichen Einmündungen und Kreuzungen, entspricht die Straße nicht mehr den Anforderungen an eine leistungsfähige Straßenverbindung. Die Verkehrssicherheit ist stark beeinträchtigt. Es kam auch immer wieder zu Protestaktionen der Anwohner.

Das Staatliche Bauamt Landshut plant deshalb, die Ausbaulücke zwischen Arth und Oberneuhausen in zwei Bauabschnitten zu schließen. Gegenstand des vorliegenden Planfeststellungsantrags ist der 4,9 Kilometer lange Neubau der Ortsumgehung von Weihmichl zwischen Arth und der Anbindung an die Bestandstrasse westlich von Weihmichl. Die Weiterführung bis Oberneuhausen ist in einem weiteren Bau- bzw. Planfeststellungsabschnitt vorgesehen.

Die Plantrasse schwenkt bei Arth von der bestehenden B 299 ab und führt dann in einem weiten Bogen im Südwesten um Arth und Weihmichl herum. Zwischen Arth und Rannertshofen folgt die Plantrasse auf einer Länge von etwa zwei Kilometern der Bestandstrasse der St 2049.

Die neue Trasse ist rot markiert. Sie verläuft zwischen Furth und Weihmichl. (Foto: Staatliches Bauamt)

Mit dem Planvorhaben sollen die Orte Arth und Weihmichl nachhaltig vom Durchgangsverkehr entlastet werden und für die Verkehrsteilnehmer soll eine sichere und leistungsfähige Straßenverbindung geschaffen werden. Die veranschlagten Gesamtkosten des Straßenbauvorhabens liegen einschließlich der Grunderwerbskosten bei 12 Millionen Euro. Sie werden vollständig von der Bundesrepublik Deutschland getragen.

Die Planunterlagen können in den Gemeinden Furth und Weihmichl (Verwaltungsgemeinschaft Furth) sowie im Markt Altdorf eingesehen werden. Ort und Zeit der Auslegung werden dort öffentlich bekanntgemacht. Die Planung kann auch auf der Internetseite der Regierung von Niederbayern eingesehen werden.


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