28.09.2018, 10:47 Uhr

Bausenat Wohnbebauung neben der Künstler-Villa

Das frühere Haus der Landshuter Malerin Dorle Sturm in der Papiererstraße.Foto: Grießer  (Foto: tg)Das frühere Haus der Landshuter Malerin Dorle Sturm in der Papiererstraße.Foto: Grießer (Foto: tg)

Für Aufregung hatte im Frühjahr die Nachricht gesorgt, dass auf dem Gelände der bekannten Landshuter Künstlerin Dorle Sturm Wohnbebauung entstehen soll. Die unter Denkmalschutz stehende Villa steht einer solchen Bebauung im Nikolaviertel eigentlich im Weg. Am Donnerstag hat der Bausenat trotzdem grundsätzlich einer Bebauung des Geländes zugestimmt. Die Villa bleibt aber erhalten.

LANDSHUT Das Gelände zwischen Luitpold- und Papiererstraße, auf dem die Villa steht, ist einer der letzten grünen Flecken in einem dicht bebauten Gebiet in der Landshuter Innenstadt. 60 Wohnungen will dort die „Neue Landshuter Wohn- und Gewerbebau GmbH“ von Johann Eller in einem fünf- bis siegengeschossigen Mehrfamilienhaus errichten. Das Problem: Die Villa liegt so ungünstig auf dem Gelände, dass sie für das Projekt eigentlich abgerissen werden müsste. Doch das darf nicht passieren, sie steht unter Denkmalschutz. Die Planungen sehen jetzt vor, dass Eller und die Stadt Landshut, die daneben ein Grundstück besitzt, die sie als Parkplatz für die Berufsschule nutzt, Teile ihrer Grundstücke tauschen, damit die für die Stadt wichtigen Wohnungen doch entstehen können. Die Wohnbebauung würde dann nahe an die geschützte Sturm-Villa heranrücken. Der Denkmalschutz hat aber seinen Segen dazu gegeben, eben weil das Haus so ungünstig mitten im Gelände liegt.

Doch darum ging es im Bausenat erst einmal gar nicht. Dort sollte nur eine Grundsatzentscheidung gefällt werden, ob das Bauvorhaben planungsrechtlich in dem Gebiet zulässig ist. Laut dem Bebauungsplan ist ein solches Projekt problemlos genehmigungsfähig.

Bedenken hatten ödp-Stadträtin Elke März-Granda, aber auch Tilman von Kueppach (Landshuter Mitte) und Stefan Gruber (Grüne). Gruber ist die angestrebte Bebauung „viel zu massiv“ in einem Gebiet, das sowieso schon eng besiedelt ist. Letztlich gab der Bausenat dann aber mit 7:3 Stimmen doch seine Zustimmung.


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