28.08.2018, 09:37 Uhr

Ministerpräsident in Landshut Söder im Umfragetief, volles Bierzelt und das halbe Hendl


Kurz bevor Ministerpräsident Markus Söder in Landshut die Bierzelt-Bühne erklomm, kam am Montag die Meldung vom Absturz: Die CSU sackte laut einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Augsburger Allgemeine“ durchgeführt hat, in der Wählergunst weiter ab. Demnach kommt die Partei nur noch auf 37,8 Prozent. Sie wäre damit weit davon entfernt, ihre absolute Mehrheit im Landtag in München zu verteidigen. Und dann gab‘s auch noch Unmut wegen der Bierzelt-Hendl in Landshut.

LANDSHUT Der Stimmung in Landshut schadete das Umfragetief erst einmal nicht. Das Widmann-Bierzelt auf der Grieserwiese war brechend voll mit Menschen, die den Ministerpräsidenten sehen wollten. Über 2.000 Menschen waren gekommen und Söder war trotz der neuesten Umfrage-Hiobsbotschaft bester Laune. Die Menschen jubelten ihm zu, er genoss sichtlich das Bad in der Menge und brachte auch noch Geschenke mit: So soll Landshut einen Studiengang Hebammenwesen bekommen.

Alles in allem ein geglückter Wahlkampf-Auftritt, sollte man meinen. Wäre da nicht die Sache mit dem halben Hendl gewesen, das ein ganzes sein sollte. Jedenfalls laut Flyer, mit dem die CSU für die Veranstaltung geworben hatte. Da wurde für 14,90 Euro ein ganzer gegrillter Flattermann auf der politischen Veranstaltung versprochen nebst einer Maß Bier. Aufgetischt wurden dann aber nur halbe Hendl-Portionen. Prompt mokierten sich Gäste in den sozialen Medien, machten sich darüber lustig. Auch im Bierzelt gab es Beschwerden.

Das Ganze war wohl ein Missverständnis zwischen CSU und Festwirt. Denn serviert werden laut Speisekarte eigentlich grundsätzlich halbe Hendl. Das hatten die Organisatoren der Veranstaltung offenbar übersehen, nicht daran gedacht oder es als Selbstverständlichkeit angenommen, als der Flyer gedruckt wurde. Der Landshuter CSU-Chef Thomas Haslinger findet die Kritik einiger enttäuschter Festzelt-Besucher offenbar kleinlich: „Das ist ja lächerlich. In welchem Bierzelt gibt es denn ganze Hendl?!“ Schließlich sei das Essen auch noch subventioniert gewesen. Haslinger: „Anstatt, dass man sich über mehr als vier Euro Rabatt freut auch noch nörgeln – irgendwie traurig!“

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Wochenblatt-Print-Ausgabe am Mittwoch.


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