25.10.2017, 13:35 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Neben der Sanierung des Eisstadions: Was kann sich Landshut noch leisten? „Schwimmen nicht im Geld!“


Nachdem das Eisstadion dringend saniert werden muss und das Projekt im Rathaus durchgewunken wurde, bangen nun andere Vereine: Werden ihre gewünschten Projekte noch realisiert werden können?

LANDSHUT Vor knapp zwei Wochen hat sich der „Eisstadion-Senat“ – Bau- und Sportsenat in gemeinsamer Sitzung – dazu entschieden, die Eishalle 1 zu sanieren und dafür 21,35 Millionen Euro (netto) in die Hand zu nehmen. Das sind 800.000 Euro mehr als eigentlich geplant. Der Grund: Man will sich großzügig zeigen und dem EVL gleich noch eine bessere Tribüne spendieren. Eine Entscheidung, die Begehrlichkeiten bei anderen Sportvereinen im Stadtgebiet weckt bzw. Ängste schürt, dass dringend notwendige Investitionen deshalb auf die lange Bank geschoben oder sogar gestrichen werden könnten.

Beim SC Landshut-Berg sei man, so Oberbürgermeister Alexander Putz, aufgrund des starken Mitgliederzuwachses dringend auf einen weiteren Sportplatz angewiesen. Putz: „Der Platz ist komplett überlastet. Daher kann ich den Wunsch nachvollziehen, dass der Verein gerne einen Kunstrasen hätte.“ Das Projekt sei bereits im vergangenen Jahr abgelehnt worden, steht aber jetzt erneut auf der Haushalts-Wunschliste. „Ich würde den Kunstrasen gerne unterstützen. Aber im Zuge der Haushaltsberatungen müssen wir erst sehen, wohin die Reise geht.“

Schließlich habe die Regierung von Niederbayern nur eine Neuverschuldung von sechs Millionen Euro fürs Jahr 2018 genehmigt. Putz hierzu: „Auch wenn die Stadt bei den Steuereinnahmen ein Plus von elf Millionen Euro im Vergleich zum Haushaltansatz aufweist, müssen wir vorsichtig handeln. Es stehen in den kommenden Jahren enorme Investitionen an, weshalb ein Großteil der zusätzlichen Steuergelder in die Rücklagen gesteckt wird.“ Deshalb stehe auch die energetische Sanierung beim TV64 alles andere als auf sicheren Beinen. „Die Container, die dort vor Jahren als Provisorium aufgestellt wurden, dürfen sicher kein Ding der Ewigkeit werden.“ Dieses Vorhaben sei jedoch erst für 2019 vorgesehen.

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