01.10.2020, 10:49 Uhr

Niederbayern Neue Wege im Tourismus wagen Gespräch zur Lage der Kur- und Heilbäder in Zeiten der Corona-Pandemie

Richard Ziegelmeier, Thomas Klaus, Franz Bauer, Olivia Kreyling, Astrid Rundler und Bundestagsabgeordneter Stefan Schmidt. Foto: Büro SchmidtRichard Ziegelmeier, Thomas Klaus, Franz Bauer, Olivia Kreyling, Astrid Rundler und Bundestagsabgeordneter Stefan Schmidt. Foto: Büro Schmidt

Zusammen mit einer Grünen-Delegation hat sich der Regensburger Grünen-Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt in der Limes-Therme Bad Gögging ein Bild von der aktuellen Situation der Kur- und Heilbäder gemacht. Als Mitglied im Ausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages weiß Schmidt um die Bedeutung der Kur- und Heilbäder in Niederbayern für den Tourismus und ihre Funktion als relevanter Wirtschaftsfaktor.

Bad Gögging. Der Austausch zwischen Thermenleiter Franz Bauer, Astrid Rundler von der Tourist-Info Bad Gögging, Thomas Klaus, Referatsleiter für Finanzangelegenheiten und Beteiligungen des Bezirks Niederbayern sowie Geschäftsleiter der Bäderzweckverbände Bad Gögging, Bad Abbach, Bad Füssing und Bad Griesbach, sowie der neu gewählten Grünen-Bezirksvorsitzenden und dritten stellvertretenden Landrätin Olivia Kreyling und Kreisrat Richard Ziegelmeier bestätigt für Schmidt die Marschrichtung: „Die Zahl der Übernachtungen bewegt sich langsam wieder in Richtung der Zeit vor der Corona-Pandemie. Mir ist wichtig, dass dieser heftige Einschnitt in die Tourismus-Branche auch als Chance gesehen wird. Der Inlandstourismus boomt wie lange nicht und hier können auch die Kur- und Heilbäder ansetzen, um den Tourismus in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern“.

Das Problem der Kur- und Heilbäder: Inzwischen werden Kuren oft nur noch ambulant verschrieben, die Zahl der Badekuren hat sich deutlich verringert. Für Schmidt ist es deswegen auch eine politische Aufgabenstellung, den Tourismus im Freistaat zu entzerren: „Bayern ist mehr als Schloss Neuschwanstein oder der Christkindlesmarkt in Nürnberg. Auch das Altmühltal, Weltenburg und der bayerische Jura sind wunderschön. Es braucht dazu aber eine kluge Lenkung der Besucherströme, um den Fokus auch auf andere Sehenswürdigkeiten zu lenken. Für den Wandel zum nachhaltigen Tourismus sind auch gut ausgebaute Freizeit- und Kulturangebote in den Städten und Gemeinden ausschlaggebend“, betont Schmidt.


0 Kommentare