27.08.2020, 21:18 Uhr

Kommunalpolitik Florian Oßner sagt der Rohrer Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer seine Unterstützung zu

 Foto: germeisterin Birgit Steinsdorfer dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner (beide CSU) dar.  Foto: Büro Oßner Foto: germeisterin Birgit Steinsdorfer dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner (beide CSU) dar. Foto: Büro Oßner

„Eigentlich könnte man sagen, wir haben schon alles“, machte Rohrs Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer beim Abstecken der gemeinsamen Ziele mit dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner (beide CSU) deutlich. Warum es dennoch viel zu tun gebe und welche Projekte konkret sie anpacken will, schilderte die Bürgermeisterin dem Bundestagsabgeordneten bei einem offenen Austausch im Rohrer Rathaus.

Rohr. „Für einen Markt mit 3.400 Einwohnern haben wir eine sehr gute Infrastruktur“, berichtete Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner. „Während viele Gemeinden händeringend einen Arzt suchen, haben wir neben zwei Hausärzten einen Zahnarzt, einen Tierarzt und eine Apotheke“, so Steinsdorfer. Auch die Nahversorgung sei mit zwei Metzgern, mehreren Bäckern und einem Supermarkt mehr als gesichert. Hinzu kämen ein Gymnasium und das Freibad. „Darauf ruhen wir uns aber nicht aus“, betonte die Bürgermeisterin. Für das Freibad etwa sei ein Kleinkinderbereich geplant. „Damit wollen wir unser Schwimmbad noch attraktiver machen“, so Steinsdorfer. Auch bei der Grundschule packe man an: „Sie muss saniert werden. Das Schulgebäude ist in die Jahre gekommen“, führte die Rathaus-Chefin aus. Zugleich müsse man dort in die Digitalisierung investieren. Aber nicht nur dort, sondern auch im ganzen Gebiet der Marktgemeinde nimmt die Kommune Geld in die Hand. „Unterstützt durch Fördermittel vom Bund werden 140 Breitbandanschlüsse in Ortsteile und Weiler gelegt.“, informierte Bürgermeisterin Steinsdorfer.

Attraktiver Markt

Investieren will die Bürgermeisterin auch in die Kinderbetreuung. Kindergarten und Kindergrippe müssten erweitert werden. „Man könnte sage, das ist die Folge eines Luxusproblems: Der Markt ist einfach ein attraktiver Ort“, so Steinsdorfer. Hintergrund dafür ist auch die gute Lage direkt an der A93 und in der Nähe der Städte Ingolstadt, Regensburg und Landshut. Das sehe man auch am Zuzug: „In unserem neuen Baugebiet sind bereits alle 16 Plätze verkauft. Für das nächste Jahr sind bereits neun weitere Parzellen in Planung“, erläuterte Steinsdorfer. Oßner sicherte Steinsdorfer seine Unterstützung als zuständiger Haushälter für die Familienpolitik zu:„Wir haben seitens des Bundes in diesem Jahr trotz Pandemie eine zusätzliche Milliarde für die Investitionen in die Kinderbetreuungsstätten zur Verfügung gestellt“, so der Bundespolitiker. Im Hauptort wolle man maßvoll nachverdichten. Zugleich soll der Ortskern attraktiver gestaltet werden und so die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Was Steinsdorfer besonders freue, dass all die Projekte von einer breiten Mehrheit im Marktgemeinderat getragen werden: „Die Zusammenarbeit in und mit dem Gremium ist sehr, sehr gut“, betonte Steinsdorfer. Die einzelnen Ausschüsse des Rates wurden ausgeglichen besetzt, alle Fraktionen sind vertreten. „Wir arbeiten konstruktiv zusammen. So soll es auch bleiben“, fasste Steinsdorfer zusammen.

Verkehrslärm verringern

Die gute Lage bringe aber nicht nur Positives: So vorteilhaft die Anbindung an die Autobahn sei, so habe man auch mit den Problemen zu kämpfen, merkte Steinsdorfer an. „Wir wünschen uns entlang der A93 einen besseren Lärmschutz“, verdeutlichte die Bürgermeisterin. „Ein Anliegen, das ich sehr gut nachvollziehen kann", bekräftige Oßner. Als Mitglied des Verkehrsausschusses stehe er im laufenden Kontakt mit den Behörden. Verkehrslärm sei ein Dauerthema. „Wir haben jetzt die Werte, ab denen eine Lärmsanierung entlang von Bundesfernstraßen möglich ist, um 3 dB(A) gesenkt. Wird der Auslösewert überschritten, kann man als Anwohner zum Beispiel den Einbau von Lärmschutzfenstern beantragen. Auch Lärmschutzwälle und Lärmschutzwände sind möglich. Dadurch werden Anwohner noch besser geschützt und Rohr könne davon profitieren. Die beste Lösung wäre jedoch bei der anstehenden Planung zur neuen Asphaltsanierung ein lärmmindernder Belag auf der A93. Gerne unterstütze ich die Marktgemeinde bei der Umsetzung“, bot Infrastrukturpolitiker Oßner seine Hilfe an und lobte das große Engagement der neuen Rathauschefin.


0 Kommentare