23.08.2020, 22:00 Uhr

Kommunalpolitik Landtagsabgeordnete Petra Högl im Gespräch mit den Bürgermeistern der VG Mainburg

Landtagsabgeordnete Petra Högl im Gespräch mit den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg. Foto: Stefan ScheuererLandtagsabgeordnete Petra Högl im Gespräch mit den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg. Foto: Stefan Scheuerer

Bei einem Arbeitsgespräch ist CSU-Landtagsabgeordnete Petra Högl mit den vier Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mainburg zusammengekommen.

Mainburg. Högl gratulierte den neu- bzw. wiedergewählten Bürgermeistern Markus Huber (Gemeinde Elsendorf), Franz Stiglmaier (Gemeinde Attenhofen), Leonhard Berger (Gemeinde Aiglsbach) sowie Franz Högl (Gemeinde Volkenschwand) zu deren Wahl und wünschte ihnen auch in Zeiten der Pandemie viel Erfolg. „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, den regelmäßigen Austausch mit den in der Kommunalpolitik Verantwortung tragenden Personen zu suchen. Nur so bekomme ich für meine Arbeit im Landtag Rückmeldung, wo und wie wir unsere Kommunen im Kelheimer Landkreis noch besser unterstützen können. Diese Rückmeldungen möchte ich dann an den entscheidenden Stellen in München vorbringen“, sagte Abgeordnete Petra Högl eingangs des Gesprächs mit den Bürgermeistern.

Auch im Austausch mit den VG-Bürgermeistern zeigte sich, dass das Coronavirus aktuell nicht ausgeklammert werden kann. So war es den Bürgermeistern wichtig zu wissen, wie nach den Sommerferien an den Kinderbetreuungseinrichtungen und an der Schule verfahren werde. Högl betonte, dass die Staatsregierung aktuell plane, den Regelbetrieb unter strengen Hygienebedingungen wieder aufzunehmen. Im Bereich der Kindertageseinrichtungen habe das Bayerische Sozialministerium einen Leitfaden mit einem Drei-Stufenplan entwickelt, an welchen sich die Einrichtungen orientieren sollen. „Um auch bei einer ungünstigen Entwicklung des Infektionsgeschehens künftig einen präventiven Ausschluss von Kindern schon bei leichten Krankheitssymptomen zu vermeiden, ist vorgesehen, vorrangig örtlich begrenzt nach Maßgabe des Stufenplans zu reagieren“, betonte die Sozialpolitikerin Högl. Auch die Schulen sollen nach aktuellem Stand im September wieder in den Regelbetrieb starten. Hierzu seien nach Högls Worten möglichst feste Unterrichtsgruppen, ein gutes Lüftungskonzept in den Klassenräumen und eine Mund-Nasenbedeckung bis zum Einnehmen des Platzes im Klassenzimmer vorgesehen. Aiglsbachs Rathauschef Leonhard Berger begrüßte in diesem Zusammenhang, dass der Freistaat jetzt im Bereich der Digitalisierung an den Schulen anschiebe. Ihm sei jedoch auch wichtig, dass in diesem Zuge auch die Lehrkräfte entsprechend geschult werden und auch ausreichend Systemadministrationskräfte vorhanden seien, welche etwa die eingesetzte Technik in den Schulen entsprechend einrichten und pflegen. So müsse etwa die Gemeinde Aiglsbach in diesem Bereich auf private Dienstleister zurückgreifen, die natürlich Kosten verursachen, ergänzte Berger. Högl betonte, dass der Freistaat die Fortbildungsangebote für seine Lehrkräfte im Bereich der Digitalisierung weiter ausbaue und das der verstärkte Einsatz von Online-Lernplattformen aufgezeigt habe, wo weiterer Handlungsbedarf sei. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer, dass auch die Kommunen künftig das digitale Angebot verstärkt ausbauen werden und die Verwaltung hierfür zu schulen sei.

Bayernweit vielleicht einmalig sei es, wie die vier VG-Bürgermeister im Gespräch mit Abgeordneter Högl feststellten, dass alle Rathauschefs der Verwaltungsgemeinschaft einen starken landwirtschaftlichen Hintergrund hätten. So standen im Austausch auch eine Vielzahl landwirtschaftlicher Themen, wie etwa die Reform der Landwirtschaftsämter, auf der Agenda. Högl betonte, dass das AELF Abensberg-Landshut künftig umfassender Ansprechpartner für alle wesentlichen Themen in seinem Amtsgebiet sein werde. Mit der Neuausrichtung und Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung wolle Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft rücken. „Dabei soll auch die Beratung, unter Berücksichtigung regionaler Anforderungen, wieder näher an unsere Landwirte gebracht werden“, betonte die Abgeordnete. Bürgermeister Franz Stiglmaier betonte, dass für die Landwirte in der Region wichtig sei, dass es auch weiterhin ein gutes Beratungsangebot durch die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) für den Hopfenbau gebe. Über den aktuellen Stand der Überarbeitung der roten Gebiete erkundigte sich Bürgermeister Markus Huber bei der Abgeordneten. Diese führte aus, dass aktuell zusätzliche Messstellen in die Betrachtung der Gebiete einbezogen werden und diese Arbeiten im Herbst abgeschlossen sein sollen.

Weitere Themen des Gesprächs waren das Auslaufen der EEG-Förderung von Altanlagen zum Ende des Jahres, die Mobilfunkversorgung, der Radwegebau sowie die Klärschlammverwertung. Zum Abschluss dankte VG-Vorsitzender Markus Huber der Abgeordneten für den intensiven Austausch. Petra Högl sicherte den Bürgermeistern zu, jederzeit Ansprechpartner für die Anliegen der Kommunen zu sein.


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