27.01.2020, 09:17 Uhr

„Junge Auer reden“ Listenkandidaten stehen Jugendlichen aus Au Reden und Antwort

(Foto: Victoria Hausler/Kolping Au)(Foto: Victoria Hausler/Kolping Au)

Um das Interesse der Auer Jugendlichen für ihre Wahl vor Ort zu wecken, hat die Kolpingjugend gemeinsam mit der Jugendpflegerin Veronika Hartl am Sonntagnachmittag, 26. Januar, zur Veranstaltung „Junge Auer reden“ eingeladen. Dazu standen Listenkandidaten von CSU/Parteifreie Wähler, der Grünen offenen Liste und der Freien Wählergemeinschaft den jungen (Erst-)Wählern Rede und Antwort zu ihren Fragen.

AU IN DER HALLERTAU Das aktuellste Thema, zur zukünftigen Jugendarbeit in Au ohne Jugendreferentin, war den Jugendlichen ein wichtiges Anliegen. Hier stimmten sich alle sechs Anwesenden Listenkandidaten (Martin Linseisen CSU/PfW, Simon Reddig CSU/PfW, Raphael Placidus GoL, Michael Hagl GoL, Michael Huber FWG und Beatrix Sebald FWG) überein, dass die Ziele der gemeindlichen Jugendpflege überdacht werden müssen und hier Gespräche mit dem Kreisjugendring anstehen. „Der Gedanke geht dahin, Jugendliche aufzufangen, die nicht in Vereinen sind“, so Martin Linseisen von der CSU. Alle Gemeinderatsanwärter lobten die Jugendarbeit in den vielen Vereinen des Marktes und dass man diese weiter durch finanzielle Mittel stärken möchte. Zudem ist es ein Ziel, die Kommunikation mit der Gemeinde, die unter den Vereinen und die von den Vereinen zu den Schulen besser zu vernetzen. Außerdem werde immer wieder über eine passende Örtlichkeit für einen Jugendraum in Au gesucht. „Hier wäre es dann wichtig, dass eine Jugendreferentin in Vollzeit beschäftigt sei und sich ihr Büro nicht im Rathaus befindet. Denn dies sei eine Hemmschwelle für junge Menschen, jemanden in einem Rathaus, also einem öffentlichen Gebäude aufzusuchen“, so Michael Hagl von der Grünen offenen Liste.

Ein weiteres Thema der Jugend waren die vorherrschenden schlechten Verbindungszeiten des MVV nach Mainburg und Freising und fehlende Anbindung nach Pfaffenhofen. Dabei sprachen die jungen Auer aber auch die fehlenden Mobilitäts-Möglichkeiten für Senioren von den Ortsteilen in den Markt oder von den Marktgrenzen und dem weiten Weg zu den Einkaufsgeschäften am anderen Ende von Au an. In der offenen Gesprächsrunde entstand hier die Idee zu einem möglichen „Pilotprojekt Einkaufsbus“, von dem eine Jugendliche der Runde aus einem benachbarten Ort berichtete.

Zum Thema Hopfenfest gingen die Meinungen auseinander. Beatrix Sebald von der Freien Wählergemeinschaft glaubt an ein wiederkehrendes Hopfenfest, allerdings müsse man sehen, wie es mit den Hopfenhallen weitergeht. Michael Hagl hätte hierfür viele Visionen. Er könne sich dort ein Jugendzentrum vorstellen, Wohnungen, aber auch eine Festhalle. „Egal für welche Art an Planung, man müsse für Halle 2 und 3 erst die Gutachten über den Bestand der Gebäude abwarten.“ In diesem Jahr wird am Marktplatz, am Wochenende des früheren Hopfenfestes, ein Zwicklfest veranstaltet. Dies plant derzeit der Kultur- und Festausschuss. Dazu erläuterten die Kandidaten kurz ihre derzeitigen Positionen im Gemeinderat und für welche sich die jeweils jüngsten der Listen interessieren würden. Simon Reddig strebt hier den Bauausschuss an, Michael Huber, der derzeit Abteilungsleiter im TSV ist, den Sportreferenten.

Eingangs erklärte Lukas Baur von der Kolpingjugend den Jugendlichen den Wahlvorgang für die Wahl des Bürgermeisters, Landtags, Kreistags und Gemeinderats und veranschaulichte anhand eines Beispiels die Begrifflichkeiten „Listenkreuz“, „Panaschieren“ oder „Häufeln“. Christina Eder von der Kolping Diözesanjugendleitung beendete den Gesprächskreis nach rund drei Stunden offener Gesprächsrunde, in der von ihr auch die Themen Windkraft in Haslach, Schwimmbad und Radwege moderiert wurden. Insgesamt hätten die Veranstalter auf mehr teilnehmende Resonanz aus der Auer Jugend gehofft. Neben den jugendlichen Organisatoren besuchte lediglich eine 22-jährige Haslacherin die Veranstaltung.


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