27.12.2019, 14:31 Uhr

Neuer Wohnraum für Studierende Bayerns Bauminister sagt 38 Millionen Euro für 1.200 neue Wohnplätze zu

(Foto: kzenon/123RF)(Foto: kzenon/123RF)

Damit Studierende günstig wohnen können, setzt sich der Freistaat Bayern wie kein anderes Bundesland für preisgünstigen Wohnungsbau ein. Bayerns Bauminister Hans Reichhart hat heuer rund 38 Millionen Euro für knapp 1.200 Wohnplätze, unter anderem in München, Bamberg, Ingolstadt und Pfarrkirchen zugesagt.

BAYERN „Die Anzahl der Studierenden in Bayern befindet sich auf Rekordniveau. Wir unterstützen deshalb Bauherren, die Wohnheimplätze für Studierende bereitstellen“, so Reichhart. „Dieses Engagement führen wir auch 2020 fort.“

In der Schwere-Reiter-Straße in München-Schwabing errichtet das Studentenwerk München 235 Wohnplätze für Studierende. Die Wohnplätze verteilen sich auf zwei unterschiedlich hohe Wohntürme, die auf einem gemeinsamen Plateau stehen. Auf diesem Plateau sind neben intensiven Begrünungsflächen eine Terrasse, eine Liegewiese, und ein Sonnendeck für die Studierenden geplant. Bei der Fassade wird mit dem Baustoff Holz auf ein möglichst umweltverträgliches Bauen gesetzt. Der Freistaat Bayern fördert das Projekt mit 9,7 Millionen Euro aus dem Programm zur Förderung von Wohnraum für Studierende.

In der Nähe der Chiemgaustraße in München-Obergiesing entstehen in drei Bauabschnitten insgesamt rund 800 bezahlbare Wohnplätze für Studierende, die sich auf mehrere Gebäude um eine gemeinsame grüne Mitte verteilen. 2019 hat der Freistaat im Rahmen des zweiten Bauabschnitts weitere 189 Wohnplätze für Studierende mit rund sieben Millionen Euro gefördert.

In Bamberg wird ein Wohnheim für Studierende in der Pestalozzistraße durch einen Neubau ersetzt. Auf diese Weise entstehen insgesamt 334 Wohnplätze. Der Freistaat fördert die Maßnahme des Studentenwerks Würzburg mit mehr als elf Millionen Euro. Es entsteht ein zeitgemäßer Nutzungsmix aus Wohngemeinschaften und Individualapartments. Im Erdgeschoss bietet das Wohnheim attraktive Gemeinschaftsräume unterschiedlicher Größe. Weitere Nachverdichtungen des Grundstücks sind in den kommenden Jahren geplant.

In Ingolstadt baut die Erzdiözese Eichstätt in unmittelbarer Nähe zur Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ein neues Wohnheim für Studierende mit 122 Wohnplätzen. Das Gebäude Auf der Schanz unterstützt der Freistaat mit einer Förderung von mehr als vier Millionen Euro. Ebenfalls in Ingolstadt verfügt die Katholische Canisiusstiftung im alten Konvikt über Wohnplätze, die sie Studierenden zur Verfügung stellt. Durch eine Sanierung im dritten und fünften Obergeschoss werden 57 Wohnplätze für Studierende erhalten und modernisiert. Der Freistaat stellt hierfür eine Förderung von mehr als 1,8 Millionen Euro bereit.

Die niederbayerische Kreisstadt Pfarrkirchen darf sich seit dem Wintersemester 2015/16 Hochschulstadt nennen. Seitdem haben rund 800 Studierende ihr Studium am „European Campus“ aufgenommen. Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz baut deshalb ein neues Wohnheim mit 60 Plätzen in der Alois-Gäßl-Straße. Das Bauministerium bezuschusst den Neubau mit mehr als zwei Millionen Euro.

Mit der Förderung von Wohnraum für Studierende leistet der Freistaat Bayern einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. In den letzten zehn Jahren konnten mit einem Mitteleinsatz von rund 340 Millionen Euro die Schaffung und der Erhalt von 10.700 bezahlbaren Wohnplätzen für Studierende gefördert werden. 2020 stellt der Bayerische Landtag wieder 32,5 Millionen Euro für die Studentenwohnraumförderung zur Verfügung, die bei Bedarf um weitere 15 Millionen Euro aus der allgemeinen Wohnraumförderung ergänzt werden können.


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