03.09.2019, 22:27 Uhr

Leitantrag für Landesversammlung Bezirksvorstand der Frauen-Union fordert bessere Ausgangspositionen für Frauen in der CSU

Petra Högl und Gudrun Weida. (Foto: Diana Königer)Petra Högl und Gudrun Weida. (Foto: Diana Königer)

Noch mehr Frauen in politische Verantwortung bringen – darauf zielt ein Leitantrag ab, den der Landesvorstand der Frauen-Union (FU) bei seiner Landesversammlung am 13. und 14. September in Veitshöchheim verabschieden soll. Über den Antrag wurde bei der ersten Bezirksvorstandssitzung nach den Neuwahlen in Mamming rege diskutiert.

LANDKREIS KELHEIM Er beinhaltet unter anderem, den CSU-Parteitag aufzufordern, strukturelle und flankierende Maßnahmen für eine höhere Repräsentanz von Frauen insbesondere als Funktions- und Mandatsträgerinnen einzuführen.

Der Leitantrag schlägt zum Beispiel vor, ab sofort und bereits bei der nächsten Bundestagswahl ein Reißverschlussverfahren einzuführen. Das bedeutet, dass die Listenplätze immer abwechselnd an einen Mann und eine Frau gehen sollen. Ferner soll die bei der CSU auf Landes- und Bezirksebene eingeführte Frauenquote in Höhe von 40 Prozent künftig auch für die CSU-Kreisvorstände sowie bei den Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen auf Landesebene gelten. Auch 40 Prozent der Delegierten sollen künftig weiblich sein. Zudem fordert die FU, dass die CSU künftig Kinderbetreuung in kommunalen Parlamenten und bei größeren Parteiversammlungen anbietet. Die neu gewählte FU-Bezirksvorsitzende, Dr. Petra Loibl, bezeichnete den Antrag als „mutig, aber unbedingt notwendig“. Die niederbayerischen Frauen wollen bei der Landesversammlung dafür stimmen.

Gleichzeitig wurden bei der Bezirksvorstandssitzung personelle Weichen für die Landesversammlung gestellt und Kandidatinnen benannt. Die Sitzung diente auch der Vorbereitung von Veranstaltungen wie dem Sommerempfang „Frau mit Hut“ am Sonntag, 8. September, im Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck sowie einer Klausurtagung im Schloss Neufahrn im November.

Es folgte ein Erfahrungsaustausch über die Berücksichtigung der Frauen bei den Aufstellungsversammlungen für Kreistag und Stadtrat und eine Diskussion über die Mitgliederentwicklung. Die Mitgliederkurve bei der Frauen Union zeigt nach oben, verdeutlichte Bezirksvorsitzende Dr. Petra Loibl. Von 3.078 Mitgliedern 2018 wuchs die Zahl auf 3.109 Mitglieder im Bezirk an. Petra Högl und Dr. Gudrun Weida berichteten vom Kreisverband Kelheim, dass in Abensberg gerade ein neuer Ortsverband gegründet werde.


0 Kommentare