23.08.2019, 15:04 Uhr

Thema „Fahrrad“ großgeschrieben Neue Radstation in Kelheim in Betrieb genommen


Am Freitag, 23. August, eröffnete Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann eine neue, zeitgemäß ausgestattete Radstation an der Schiffsanlegestelle Altmühltal. Gemeinsam mit Landrat Martin Neumeyer und Klaus Amann von der Leader-Aktionsgruppe Landkreis Kelheim, Agnes Stiglmaier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt sowie Ulrike Bergeaud vom Tourismusverband Landkreis Kelheim e. V. wurde die neue Station offiziell in Betrieb genommen.

KELHEIM In Kelheim wird das Thema „Fahrrad“ großgeschrieben. Diese Leidenschaft fängt schon bei den Einheimischen an, die regelmäßig in den lokalen Fahrradclubs und insbesondere einmal jährlich beim 24-Stunden-Rennen aktiv sind, und wird von begeisterten Radtouristen geteilt. Der Urlaub auf dem eigenen Drahtesel ist seit Längerem groß im Trend, seit einigen Jahren erfreuen sich vor allem E-Bikes zunehmender Beliebtheit. Die Stadt Kelheim hat sich mit ihrer prädestinierten Lage am Zusammenfluss von Donau und Main-Donau-Kanal zu einem bedeutenden Dreh- und Angelpunkt für Radtouren auf Fernradwegen, wie beispielsweise dem Fünf-Flüsse-, Donau- und Altmühltal-Radweg, etabliert.

Die Zielgruppe der Radfahrer steht ganz im Mittelpunkt des Kooperationsprojekts „Qualitätsorientierte Weiterentwicklung des Fünf-Flüsse-Radweges“, welches 2016 vom Landkreis Amberg-Sulzbach mit der Leader-Aktionsgruppe Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach ins Leben gerufen wurde. Diesem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) geförderten Projekt schloss sich die Stadt Kelheim mit einem Teilprojekt an. Dadurch konnte die bereits bestehende fahrradfreundliche Infrastruktur am Wöhrdplatz und an der Schiffsanlegestelle Altmühltal verbessert und um wichtige kostenfreie Angebote erweitert werden.

Im Rahmen des Teilprojekts „Radstation Kelheim“, das Ende Juli 2019 abgeschlossen wurde, wurden die vorhandenen Fahrradboxen durch insgesamt 22 neue, teilweise mit Lademöglichkeit für E-Bikes ausgestattete, Boxen ersetzt. Diese sichere, kostenfreie Absperrmöglichkeit kann von Fahrradfahrern für Rad und Gepäck während des Aufenthalts zu jeder Zeit genutzt und mit dem eigenen Schloss abgesperrt werden. Ein neues Angebot stellen zwei Pump- und Servicestationen dar. Notwendige kleine Reparaturen können an diesen Stationen mit dem integrierten Werkzeug vorgenommen und mittels Luftpumpe der Reifendruck kontrolliert bzw. angepasst werden. Zusätzlich laden gemütliche Holzliegen, sogenannte Waldsofas, zu einer erholsamen Rast ein und Informationstafeln sorgen für den nötigen Überblick über das regionale Radwegenetz und über Kelheims Sehenswürdigkeiten.

Das Leader-Teilprojekt mit einer Gesamtinvestitionssumme von 30.466,61 Euro netto wird mit 60 Prozent von dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert. 40 Prozent der Kosten, sowie die Instandhaltung und zukünftige Unterhaltung, übernimmt die Stadt Kelheim.

Mit den neuen Radstationen soll sich die Aufenthaltsqualität für Fahrradtouristen in der Stadt Kelheim und Umgebung erhöhen. Es soll ein Anreiz für die Gäste geschaffen werden, dass sie sich Zeit für einen Einkaufsbummel durch die Stadt oder für einen Ausflug zu Kelheims Sehenswürdigkeiten nehmen. Im weitesten Sinne können die verlängerte Aufenthaltsdauer sowie die durch Besucher generierten Einnahmen im Einzelhandel und/oder in der Gastronomie einen wertvollen Beitrag zur ökonomischen Wertschöpfungskette leisten.


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