14.02.2019, 18:50 Uhr

Helferkreis Abensberg tagte Die Jobsuche für Asylbwerber und Migranten erweist sich als sehr schwierig

Christina Roithmeier, Astrid Habel, Christina Kranz-Kohl, Ines Geltl, Alexandra Mager, Magdalena Groll-Zieglmeier, Claudia Roßberger, Simone Ast. Sie alle sind am „KULTIGER“-Projekt in der einen oder anderen Form beteiligt oder verantwortlich. (Foto: Knott, Stadt Abensberg)Christina Roithmeier, Astrid Habel, Christina Kranz-Kohl, Ines Geltl, Alexandra Mager, Magdalena Groll-Zieglmeier, Claudia Roßberger, Simone Ast. Sie alle sind am „KULTIGER“-Projekt in der einen oder anderen Form beteiligt oder verantwortlich. (Foto: Knott, Stadt Abensberg)

Der Helferkreis Abensberg hat unter Vorsitz von Christina Kranz-Kohl Anfang Februar im Aventinum getagt. Ehrenamtlich aktive Helferinnen und Helfer waren dabei, Vertreter des Landratsamtes, des katholischen Jugendsozialwerks und Asylsuchende kamen zusammen, um Neuigkeiten auszutauschen und Problemlagen zu erörtern.

ABENSBERG Probleme ergeben sich für den Helferkreis und für Ines Geltl, die seitens der Stadt für Fragen zur Migration zuständig ist, vielfach bei der Jobsuche für Asylbwerber und Migranten. Die sind zwar selbst teils hochaktiv, aber es scheitert oft am Aufenthaltsstatus. René Krüger vom Jugendsozialwerk bestätigte, dass das keine einfache Materie sei. Christina Kranz-Kohl: „Aber es ist bedauerlich, dass viele die Ausbildung abbrechen, weil es finanziell dann einfach nicht reicht.“ Überhaupt sei es reichlich verquer, ausbildungswillige junge Leute im Unklaren zu lassen, wo ihre Reise – wörtlich genommen – hin geht. Gerade die im letzten Jahr erreichten Ausbildungserlaubnisse für junge Afghanen in Abensberg waren da Hoffnungsschimmer. „Aber das muss ein Betrieb schon mitmachen“, so Kranz-Kohl anerkennend. Kritisch äußerten sich die anwesenden Asylsuchenden darüber, dass einige die Treffen und Hilfsangebote nicht wahrnehmen würden. Dabei wurde auch deutlich, dass viele dringend arbeiten wollen, dies aber erhebliche Schwierigkeiten bereitet.

Vom Landratsamt Kelheim war Andreas Altmann anwesend; er ist Bildungskoordinator für Neuzugewanderte und ist als Netzwerker in Sachen Migration und Bildung tätig. Die Vorsitzende Kranz-Kohl freute sich über die Zusammenarbeit. Und über eine sehr gute Nachricht – auf Initiative von Katrin Koller-Ferch wird ein Projekt vom Kultusministerium gefördert, das auf den Erfahrungen von „KULTIGER“ basiert; „MITEINANDER STARK“ heißt das neue Projekt, das nach den Faschingsferien startet und vom Ministerium finanziert wird. Es wendet sich an Schüler der Aventinus Mittelschule und der Staatlichen Wirtschaftsschule und soll durch gezielte, aber spielerische Stärkung der eigenen Fähigkeiten helfen, problematische Verhaltensweisen zu erkennen und zu mildern.

Schön ist auch die Tatsache, dass die Rotarier aus Neustadt an der Donau und Vohburg „KULTIGER“ weiterhin unterstützen. Kranz-Kohl: „Ohne diese Unterstützung wäre das nicht möglich.“ Der Tennisclub Abensberg stellt übrigens Bälle und Schläger für die „KULTIGER“-Gruppen zur Verfügung, und Christina Roithmeier spendet laufend Obst und Gemüse.

Sehr gut angenommen wird eine Frauengruppe, die sich 14-tägig im Aventinum trifft. Den Anfang hat dies bei Alexandra Mager genommen, die eine Frauengruppe zunächst in ihrem eigenen Wohnzimmer startete. Inzwischen ist der Treff umgezogen; mehrere Betreuerinnen sind dabei, das Landratsamt ist Kooperationspartner – der Erfolg spricht für sich.


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