08.01.2019, 18:22 Uhr

Fast 47 Millionen Euro für Niederbayern Der Markt Langquaid profitiert von der Städtebauförderung


Mit fast 47 Millionen Euro Fördermitteln in allen Städtebauförderungsprogrammen haben Freistaat, Bund und EU den Städten und Gemeinden in Niederbayern im vergangenen Jahr erneut eine Rekordsumme zur Verfügung gestellt. Maßgeblich dafür verantwortlich waren die im Mai aufgelegten Förderinitiativen der Bayerischen Staatsregierung „Innen statt Außen“ und „Flächenentsiegelung“, für die der Freistaat zusätzliche rund elf Millionen Euro nach Niederbayern gegeben hat.

LANDKREIS KELHEIM Damit ist ein starker Anreiz geschaffen, die Orts- und Stadtentwicklung noch konsequenter auf die Stadt- und Ortskerne zu konzentrieren, vorhandene Potentiale zu nutzen und damit letztlich auch weitere Flächenversiegelungen an den Ortsrändern zu reduzieren. „Besonders ‚Innen statt Außen‘ ist für unsere niederbayerischen Kommunen sehr attraktiv, weil hier ein Fördersatz von bis zu 90 Prozent möglich ist“, hebt Regierungspräsident Rainer Haselbeck hervor. „Damit können nun auch Projekte zur Beseitigung von Leerständen angepackt werden, bei denen man bisher wegen der hohen Belastungen für den Gemeindehaushalt zurückgeschreckt ist“, so Haselbeck weiter.

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Kelheim ist der Neubau eines Familien- und Bildungszentrums an der Schulstraße in Langquaid. Die Arbeiterwohlfahrt wird künftig die im Erdgeschoss entstandene zweigruppige Kindertagesstätte und die Tagespflege für Senioren im zweiten Obergeschoss betreiben. Mit den neu geschaffenen Räumen für die Volkshochschule im ersten Obergeschoss will der Markt Langquaid das Angebot in den Bereichen Bildung und Qualifizierung in der Marktgemeinde weiter verbessern. Das Bildungsangebot reicht von vielfältigen Kursen und Vorträgen bis hin zu Projektwerkstätten für alle Generationen und Sprachbildung für Migranten. Die anteiligen Kosten für die Räumlichkeiten der Volkshochschule betragen rund 1,5 Millionen Euro. Davon erhält der Markt Langquaid einen Zuschuss aus dem Integrationspakt „Soziale Integration im Quartier“ und dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ von insgesamt knapp eine Million Euro.

Für 2019 hat die neue Regierungskoalition in München die Weiterführung der Förderinitiative „Innen statt Außen“ vereinbart und auch der Bund beabsichtigt die Förderung auf hohem Niveau fortzusetzen. „Die besondere Herausforderung ist, trotz voller Auftragsbücher und einer angespannten Personalsituation in Bauwirtschaft und öffentlicher Verwaltung, die anstehenden Projekte zeitnah umzusetzen“, betont Haselbeck. Die Regierung von Niederbayern werde jedenfalls nach Kräften dabei mitwirken, die Kommunen in gewohnter Weise zu beraten und zu unterstützen.


0 Kommentare