27.06.2018, 13:50 Uhr

Antrag im Landtag abgelehnt „Wieder eine Chance zur Unterstützung der Tierheime vertan“

(Foto: toa55/123RF)(Foto: toa55/123RF)

Am gestrigen Plenartag, Dienstag, 26. Juni, stand im Landtag zu später Stunde ein Antrag auf dem Programm, der einen Aktionsplan zur Unterstützung von Tierheimen vorsah. „Leider hat die CSU-Fraktion diesem Antrag in namentlicher Abstimmung nicht zugestimmt“, bedauert Rosi Steinberger, Abgeordnete der Grünen für Niederbayern.

NIEDERBAYERN Gerade in Grenzgebieten sind die Tierheime besonders überlastet, erklärte Steinberger im Plenum. In Passau habe sich das Budget der Veterinärverwaltung um ein Vielfaches erhöht, was auch mit den verstärkten Grenzkontrollen zusammenhänge. Tierheime tragen überall die Last der Unterbringung beschlagnahmter Tiere. Mit großem ehrenamtlichem Engagement würden diese Tiere versorgt, was eigentlich eine gesellschaftliche Aufgabe sei. „Der Staat lässt die Tierheime hier völlig alleine. Es gibt keine finanzielle Förderung für den Betrieb, für Investitionen oder für Großereignisse, die die Tierheime vor besondere Herausforderungen stellen“, moniert Steinberger. Für alle diese Fälle hat die grüne Fraktion im Landtag schon Anträge eingebracht. Sie wurden leider alle abgelehnt. Auch Umweltminister Huber habe sich in die Debatte eingeschaltet, so Steinberger. Er habe durchaus Verständnis für diese Notlage, am Ende seien aber die Kommunen für die Unterbringung von Fundtieren zuständig. Da könne der Staat nicht einfach eingreifen. „Diese Ansicht teile ich nicht“, so Steinberger. Am gleichen Tag wurden riesige Investitionen für das Uniklinikum und das Staatstheater Augsburg beschlossen. Wenn der Staat irgendwo fördernd eingreifen wollte, könne er das jederzeit tun.


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