19.03.2018, 14:52 Uhr

Medienfachberatung Sitzung des Kultur, Jugend- und Sportausschusses – Medienerziehung: Eltern sollen Vorbild sein

Eva Opitz, die Medienfachberaterin des Bezirksjugendrings, präsentierte den Ausschussmitgliedern, was im Jahr 2017 alles umgesetzt wurde. (Foto: Bezirk Niederbayern)Eva Opitz, die Medienfachberaterin des Bezirksjugendrings, präsentierte den Ausschussmitgliedern, was im Jahr 2017 alles umgesetzt wurde. (Foto: Bezirk Niederbayern)

Eigentlich sollte Eva Opitz, die Medienfachberaterin des Bezirksjugendrings, in der Sitzung des Kultur, Jugend- und Sportausschusses am Donnerstag, 15. März, „nur“ ihren jährlichen Bericht über das vergangene Jahr halten. Doch entwickelte sich danach aufgrund der hochaktuellen Thematik der Medienerziehung eine interessante Diskussion unter den Ausschussmitgliedern.

NIEDERBAYERN Opitz organisiert einerseits Workshops mit Jugendlichen, die sich angefangen von kleineren Fotoprojekten bis hin zum umfangreichen Filmdreh medial austoben können und damit lernen, dass sie sich nicht nur berieseln lassen können, sondern auch selbst aktiv und kreativ mit neuen Medien umgehen können.

Andererseits veranstaltet sie Schulungen für andere, in der Jugendarbeit Tätige. „Dass wir als Bezirk im Jahr 2007 diese Stelle der Medienfachberaterin geschaffen haben, war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, stellte Bezirkstagsvizepräsident Franz Schedlbauer (CSU) fest. Grünen-Bezirksrat Markus Scheuermann hingegen verwies auf die Verantwortung des Freistaates, solche Stellen auch an Schulen zu finanzieren. Denn bisher hänge die Frage, inwieweit Kinder und Jugendliche in diesem Bereich gefördert werden, allein vom Engagement ihrer Lehrer ab. Es sei aber zu kurz gegriffen, die Verantwortung lediglich auf die Schulen und Lehrer abzuwälzen, meinte CSU-Bezirksrätin Hannelore Langwieser, denn letztlich seien es immer noch die Eltern, die als Vorbilder fungieren sollten. Dem Eindruck, dass nur die Jugendlichen selbst „handysüchtig“ seien, widersprach Eva Opitz. Viele junge Menschen fühlten sich sogar vom Handy-Verhalten ihrer Eltern gestört.

Für ihre wertvolle Arbeit erhielt die Medienfachberaterin viel Lob von der Runde, die sich auch einig darüber war, dass sich in dem Bereich künftig noch viel mehr Institutionen engagieren sollten. „Wir sind jedenfalls stolz darauf, dass der Bezirk hier seit Jahren einen Beitrag leistet.“


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