29.03.2019, 16:18 Uhr

Markus Söder auf CSU-Basistour in DGF „Wenn in Europa ein Bayer das Sagen hat, kann das nur von Vorteil sein“


Auf CSU-Basistour in Dingolfing: Mit „Motivation und Inspiration“ will der CSU-Vorsitzende Markus Söder wieder näher an die Parteibasis heranrücken und damit auch die Werbetrommel für „Mr. Europa“ Manfred Weber bei der im Mai anstehenden Europawahl rühren.

DINGOLFING Das eher dürftige Abschneiden der CSU bei der letzten Landtagswahl hat der Partei eins ganz klar gezeigt: Ein „Weiter so“ kann‘s nicht mehr geben. Stattdessen braucht es Mut zu Neuem – oder wie es die CSU werbewirksam proklamiert: „Zeit für neue Stärke“! Unter dieses Motto stellt die CSU ihre derzeitige Basistour, mit der der CSU-Vorsitzende, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, zusammen mit weiteren CSU-Politikern gerade durch Bayern reist und am Donnerstagabend auch in Dingolfing zu Gast war, um den „Reformprozess“ voranzutreiben und den „innerparteilichen Austausch“ mit den CSU-Mitgliedern zu forcieren.

„Motivation und Inspiration – darum geht‘s“, brachte es Söder beim Pressegespräch vor der anschließenden partei-internen Veranstaltung mit rund 300 Mitgliedern in der Stadthalle schnell auf den Punkt. Ebenso rasch wird klar: Die Basistour ist eine Werbeveranstaltung, die die CSU-Basis zum einen wieder auf einen gemeinsamen Kurs einschwören und zum anderen kräftig die Werbetrommel für die anstehende Europawahl rühren soll. Denn mit Manfred Weber schickt man erstmals einen niederbayerischen CSU-Spitzenkandidaten ins Rennen.

„Unser Ziel ist es, nicht nur wieder stärkste Partei in Bayern zu werden, sondern sogar noch zuzulegen. Wir haben die Chance, DEN Chef von Europa auf den Weg zu bringen. Das ist Lokalpatriotismus pur. Denn uns ist klar: Wenn in Europa ein Bayer das Sagen hat, dann kann das für Bayern nur von Vorteil sein“, so Motivator Söder.

Das zweite Hauptaugenmerk der Basistour liege auf der „Inspiration“. Der Prozess der Parteierneuerung solle kein Funktionärsweg sein, sondern eine Basisbestimmung. „Und bisher kommen von den Mitgliedern sehr viele gute Ideen“, so Söder. „Wir wollen jünger, weiblicher, kommunaler werden und auf die Herausforderungen der Zeit, auf die der jungen Leute eingehen. Wir brauchen eine Erneuerung und wissen, dass dafür noch ein Marathon vor uns liegt. Gerade laden wir unsere Batteriezellen dafür auf.“

Einen großen Energieschub könnte der Partei sicherlich die Wahl von Manfred Weber zum EU-Kommissionspräsidenten bringen, der Markus Söder auf der Basistour in Dingolfing begleitete. „In zwei Monaten geht es in Europa um Alles. Die Bürger müssen sich die Frage stellen, ob sie sich für Parteien aussprechen, die das Miteinander suchen oder die nur Partikular-Interessen vertreten. Bei der Wahl geht es darum, ob wir in ein Blockade-Europa rutschen oder weiter ein Gestaltungs-Europa haben“, so Weber.

Auch für Niederbayern sei ein starkes, handlungsfähiges Europa wichtig. So profitiere der Regierungsbezirk etwa von EU-Fördergeldern. 1,3 Milliarden Euro seien in den letzten fünf Jahren allein in die niederbayerische Landwirtschaft geflossen, 1,2 Milliarden Euro gingen in den Wirtschaftsförderbereich und damit auch in neue Arbeitsplätze. Weber: „Es geht also auch für Niederbayern um verdammt viel. Ich kann daher nur an die Wähler appellieren, den Wahltag ernst zu nehmen. Sollte ich die Chance bekommen, EU-Kommissionspräsident zu werden und an die Spitze Europas zu kommen, bin ich mir sicher: Wenn in Brüssel niederbayerisch gesprochen wird, dann schadet das Europa sicherlich nicht.“


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