09.10.2018, 10:05 Uhr

Nachgefragt Gespräch über Lärmbelästigung im Ankerzentrum: Wer war eingeladen?

OB Christian Moser und Landrat Christian Bernreiter beim Gespräch über die Lärmbelästigungen rund um das Ankerzentrum. (Foto: Hannes Lehner)OB Christian Moser und Landrat Christian Bernreiter beim Gespräch über die Lärmbelästigungen rund um das Ankerzentrum. (Foto: Hannes Lehner)

Aussage von OB Christian Moser sorgt für Verwirrung

DEGGENDORF Nachdem es immer wieder zu massiven Lärmbelästigungen rund um das Ankerzentrum gekommen war, hat OB Dr. Christian Moser kürzlich zu einem Anliegergespräch eingeladen. 2400 Anwohner des Ankerzentrums für Asylbewerber in der Stadtfeldstraße wurden in einem Radius von 400 Metern angeschrieben, so hieß es von Seiten der Stadt Deggendorf. Eine Aussage, die unter den Anrainern für Verwirrung sorgt. Denn auch die Herrenstraße befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Ankerzentrum, dennoch haben hier nicht alle Anwohner eine schriftliche Einladung erhalten. „Ich bin wohnhaft in der Herrenstr. 27 b und damit circa nur 350 Meter vom Ankerzentrum entfernt und habe keine solche Einladung erhalten. Auch die Bewohner der gesamten großen Wohnanlage, in der sich unsere Wohnung befindet, haben keine solche Einladung erhalten“, sagt Andreas Bublitz, für den es völlig unverständlich ist, warum sie nicht eingeladen wurden. „Gerade die Wohnanlagen in der Herrenstraße liegen genau auf dem direkten, täglichen Laufweg von über 100 Asyl-Flüchtlingen zum Landratsamt und in das Stadtzentrum“, fährt Andreas Bublitz fort.

Auf Nachfrage bei der Stadt Deggendorf erklärt Sandro Pfeiffer, der persönliche Referent des Oberbürgermeisters: „Der Einladungskreis rund um das Ankerzentrum wurde von der Stadt Deggendorf in Absprache mit der Regierung von Niederbayern abgestimmt. Dabei haben wir die Grenze im Westen auf einen 400-Meter-Umkreis festgelegt. Richtung Osten, also Richtung Stadt, wurde der Umkreis enger gezogen.“

Das heißt im Klartext: Aus der Herrenstraße waren nur mehr vier Adressen dabei, darunter noch das Haus mit der Nummer 29. Danach war Schluss. „Es war keine böse Absicht“, erklärt der Referent des OBs weiter. „Irgendwo mussten wir eine Grenze ziehen. Und da die Bürgeranfragen aus dem Gebiet um das Himmelreich kamen, haben wir hier vermehrt Einladungen verschickt!“ Aus den Bereichen Frauen- oder Herrenstraße habe es dagegen keine Anfragen gegeben. „Aber wir sind für alle Fragen offen und die Bürger dürfen sich natürlich jederzeit bei uns melden und ihr Anliegen anbringen“, macht Sandro Pfeiffer deutlich.

Andreas Bublitz hätte bei der Debatte auf jeden Fall etwas sagen wollen, denn ein Thema brennt ihm unter den Nägeln: „In der Stadtfeldstraße, in unmittelbarer Nähe zum Ankerzentrum, konsumieren viele Flüchtlinge, auch in Gruppen beisammen stehend Alkohol, und das sind keine Einzelfälle oder Ausnahmen, sondern die Regel. Von dem Geld, das der Deutsche Staat und damit wir die Steuerzahler, den „Asyl-Suchenden“ zur Verfügung stellen, wird also (u. a.) Alkohol erworben und anschließend verhalten sich die Alkoholisierten den Einheimischen gegenüber sehr schlecht. Warum so viele Menschen den „Asyl-Suchenden“ negativ gegenüber stehen, erklärt sich alleine mit diesem Beispiel von selbst!“


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