30.05.2018, 10:59 Uhr

Agentur für Arbeit Deggendorf Gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hält an

(Foto: Bundesagentur für Arbeit)(Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in der Region der Agentur für Arbeit Deggendorf hat sich auch im vergangenen Monat fortgesetzt.

DEGGENDORF Im Mai waren 4.943 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 397 weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 217 Personen bzw. 4,2 Prozent weniger geworden. „Betrachtet man die erfassten Werte der letzten zehn und mehr Jahre, ist die aktuelle Mai-Bestandszahl mit unter 5.000 arbeitslos registrierten Männern und Frauen im Agenturbezirk Deggendorf, ein absoluter Bestwert“, konkretisiert Jan Vollmer, Geschäftsführer operativ.

Entsprechend verbessert hat sich die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat auf aktuelle 2,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent. In der Region der Stadt Straubing ergab sich im Vorjahresvergleich der höchste Rückgang (um 0,4 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent). Im Landkreis Regen verbesserte sich die Arbeitslosenquote (2,6 Prozent) im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte. Im Landkreis Deggendorf (2,4 Prozent) und Landkreis Straubing-Bogen (2,0 Prozent) blieb es bei der Vorjahresquote.

Im Mai zeigte sich für alle in der Statistik ausgewiesenen Personengruppen eine positive Entwicklung des Bestandes an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr. So verringerte sich der Anteil der arbeitslos gemeldeten Frauen um 6 Prozent, der Jugendlichen unter 25 Jahre um 8 Prozent und der über 50 Jahre und älter um 4 Prozent. Leicht zugenommen (plus 2 Prozent) hat die Zahl der Nichtdeutschen. Weiter abgebaut werden konnte auch der Bestand der Männer und Frauen, die länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet waren. Der Bestand der Langzeitarbeitslosen verringerte sich zum Vorjahresmonat um 148 auf 1.077 Personen. Anteilig hoch (rund 16 Prozent) war der Rückgang jeweils im Landkreis Regen und der Stadt Straubing.

„Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt unserer Region, sehen wir doch zunehmend die schwierige Situation, vor der insbesondere Klein- und Mittelbetriebe bei der Suche nach geeignetem Fachpersonal stehen“, verweist Bereichsleiter der Arbeitsagentur Deggendorf, Josef Flingelli, auf den steigenden Kräftebedarf im Bezirk.

So hat die Zahl der gemeldeten offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 615 (plus 21 Prozent) auf den Bestand von jetzt 3.531 zugelegt. Auch hier zeigt sich im Bereich der Stadt Straubing mit 33 Prozent (plus 234 Stellen) der größte Zuwachs zum Vorjahr. Schwerpunkt ist in diesem Bereich, ebenso wie im Landkreis Deggendorf, die Nachfrage im Bereich der Zeitarbeit. Auch der Ausbildungsmarkt ist im Mai geprägt von einem hohen Stand an unbesetzt gemeldeten Ausbildungsstellen (1.429) im Verhältnis zu den gemeldeten Jugendlichen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsverhältnis sind (402).

Die Relation der unbesetzten Stellen zu unversorgten Bewerbern liegt bei 3,6. Im Bereich der Stadt Straubing liegt das Verhältnis bei 4,3. Im Landkreis Straubing-Bogen bei 3,9, im Landkreis Deggendorf bei 3,5 und im Landkreis Regen bei 2,8.

„Das breite Angebot an Ausbildungskapazitäten ist eine sehr gute Option für junge Erwachsene, die bisher eine Berufsausbildung nicht oder noch nicht im Fokus hatten. Da es die Möglichkeit gibt, eine Berufsausbildung in Teilzeit zu erwerben, wollen wir auch junge Frauen motivieren, sich jetzt für eine Ausbildung zu entscheiden und den Grundstock für eine sichere berufliche Zukunft zu legen. Wir raten das derzeit vielfältige Angebot für sich zu nutzen und den Weg in eine berufliche Ausbildung oder Qualifizierung anzugehen“, regt Josef Flingelli an und gibt zu bedenken, dass Stellenangebote für Geringqualifizierte in Zukunft noch weiter rückläufig sein werden, wie es sich bereits abzeichnet.

Die Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte der Arbeitsagentur und der Jobcenter beraten individuell zu den Wegen und Möglichkeiten der Umsetzung. Arbeitgeber erhalten Informationen und Beratung zu möglichen Unterstützungsangeboten über das Arbeitgeberservice-Telefon 0800 4 5555 20.


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