20.12.2017, 10:19 Uhr

Kandidatenkür Thomas Pfeffer will für die Bayernpartei in den Landtag

Bezirksrat Anton Maller (links) gratuliert Landtagsdirektkandidaten Thomas Pfeffer und Bezirkstagsdirektkandidaten Arthur Maier zu erfolgreichen Nominierung. (Foto: Bayernpartei)Bezirksrat Anton Maller (links) gratuliert Landtagsdirektkandidaten Thomas Pfeffer und Bezirkstagsdirektkandidaten Arthur Maier zu erfolgreichen Nominierung. (Foto: Bayernpartei)

Landtagskandidat fordert Reformen für Bayern – Arthur Maier als Bezirkstagsdirektkandidaten bestimmt.

LALLING Bezirksrat Anton Maller konnte zu seiner Zufriedenheit im Gasthof „Griabige Pizzastubn“ etwa 20 Bayernparteiler begrüßen, obwohl die Veranstaltung bereits am Nachmittag stattfand. Der Bezirksvorsitzende ging in seiner Rede auch auf die Geschehnisse in Berlin ein, „dort wird der Wille des Bürgers nicht mehr beachtet, nur noch Macht und Taktik bestimmten die Politik“, so Maller. Zu unterscheiden seien die Parteien in Berlin ohnehin kaum mehr, nachdem sich auch die CSU verbogen habe bis zur Erkenntnislosigkeit. Ein Eigentor schoss laut Maller der Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt mit seinem Ja zum Glyphosat in der EU.

Unmittelbar nach der Begrüßung folgte die Aufstellung der Kandidaten: Der 28-jährige Kreisvorsitzende Thomas Pfeffer wurde einstimmig zum Landtagsdirektkandidaten gewählt. In einem kurzen Plädoyer stellte zuvor Ehrenmitglied Max Duschl das Engagement des Kandidaten heraus.

Ebenfalls mit einem 100-Prozent-Ergebnis wurde Arthur Maier, aktives Ortsvorstandsmitglied aus Lalling, zum Bezirkstagsdirektkandidaten nominiert.

Der Hengersberger Gerhard Schweiberger wurde als Landtagslistenkandidat vorgeschlagen, der stellvertretende Kreisvorsitzende Andreas Frühbeis ebenso einstimmig als Bezirkstagslistenkandidat. Beide werden auf einer gesonderten Veranstaltung des Bezirksverbandes gewählt.

Landtagsdirektkandidat Thomas Pfeffer stellte anschließend einige wichtige Zielsetzungen seiner Kandidatur vor: „Schulpolitik muss Ländersache bleiben“, so der Landtagskandidat. „Bei einer Zentralisierung des Schulsystems drohen Bremer Verhältnisse, da erfahrungsgemäß eine Nivellierung auf dem niedrigsten Niveau erfolgt.“ Pfeffer monierte des Weiteren den lahmenden LTE-Ausbau auf dem Land. Laut Pfeffer ist es absolut inakzeptabel, dass es vor allem im Bayerischen Wald noch immer genügend Orte gibt, an denen kein LTE zur Verfügung steht, ebenso wenig wie an vielen wichtigen Staats- und Bundesstraßen. Des Weiteren möchte sich der Landtagskandidat für eine zielgerichtete Förderung für innerörtliche Geschäfte, Landarztansiedlungen und für Wirtshausbetreiber einsetzen. „Wenn wir nicht dagegen steuern, drohen viele Dörfer und kleine Städte regelrecht auszusterben, was die Infrastruktur betrifft, besonders deren Ortskerne“. Laut Pfeffer mangelt es hier an einem ganzheitlichen Infrastruktur-Gesamtkonzept, deshalb sei es für ihn nicht verwunderlich, dass die Ballungszentren in Bayern immer mehr explodieren und ländliche Gebiete zum Teil abgehängt werden.

Auch auf Pfeffers „Herzensangelegenheit“, die Bewahrung der bairischen Kultur und Sprache ging dieser explizit ein: „Die bairische Sprache und Identität stirbt immer mehr aus. Schon heute herrscht in vielen Bildungseinrichtungen, etwa in Deggendorf oder Plattling, ein Bairisch-Nirwana. Bayern steht wirtschaftlich top dar, aber kulturell und staatspolitisch befindet sich Bayern auf dem absteigenden Ast“. Der 28-jährige Lallinger möchte mit einer Regionalspracheninitiative dagegen steuern: Kinder sollten in den Bildungseinrichtungen je nach Wohnort Bairisch, Fränkisch oder Schwäbisch erlernen. Ein entsprechendes umsetzbares Konzept hat der Landtagsdirektkandidat, der selbst als Erzieher beschäftigt ist, bereits erstellt. Auch forderte Pfeffer mehr Eigenstaatlichkeit für Bayern, um sich möglichst den Fehlentscheidungen aus Berlin zu entziehen.

Pfeffer plant zahlreiche Wahlkampfveranstaltungen, auch um über die Zielsetzungen der Bayernpartei etwa in Landwirtschaftsfragen, in der Umweltpolitik oder der Wirtschaft zu informieren. Zu den Erfolgschancen seiner Kandidatur äußerte sich Pfeffer wie folgt: „Die CSU befindet sich zurecht in einer existentiellen Krise. Profitieren würde davon auch die Bayernpartei, die in Umfragen mittlerweile bei drei bis vier Prozent liegt. Durch bestmögliche Arbeit und einen massiven Wahlkampf möchte man die fünf Prozenthürde überspringen, die Chancen stehen dazu gut“.


0 Kommentare