29.01.2018, 17:00 Uhr

Gemeinsam gut in das Jahr gestartet Rekordbesuch beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Bundeswehr, des Landkreises und der Stadt

(Foto: Langer/Landkreis Regen)(Foto: Langer/Landkreis Regen)

So gut besucht war der gemeinsame Neujahrsempfang des Panzergrenadierbataillons 112, der Stadt Regen und des Landkreises Regen noch nie. Der Speisesaal in der Bayerwaldkaserne war so gut belegt, dass hinter den Sitzreihen noch mindestens 50 Personen einen Stehplatz einnahmen. Die Motivation der Besucher mag unterschiedlich gewesen sein, alle hatten aber eines gemein: Die Gäste kamen mit guter Laune.

REGEN So konnten die Redner ein bestens aufgelegtes Publikum begrüßen. Die ersten Worte gehörten dem Kommandeur Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt. Er begrüßte die Gäste und wies darauf hin, dass dies nicht nur ein Neujahrsempfang ist, sondern auch eine sicherheitspolitische Informationsveranstaltung. Als Kommandeur der Soldaten der Regener Bayerwaldkaserne gab er in seiner Ansprache einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben der Truppe. Er blickte auf das abgelaufene Jahr zurück und zeigte die Herausforderungen im neuen Jahr auf. „Als wir letztes Jahr hier standen, waren die Kameraden unseres Sicherungszuges ein paar Tage zuvor in den Auslandseinsatz in den Kosovo verlegt worden“, erzählte Schmidt und berichtete: „Diesen Einsatz haben die Kameraden erfolgreich und professionell durchgeführt und beendet.“ Ein weiterer Höhepunkt war die Ankunft des Schützenpanzers Puma, er ersetzt den alten Panzer Marder. Mittlerweise seien 30 Panzer in der Bayerwaldkaserne angekommen. Trotz einiger „Kinderkrankheiten“ seien die Soldaten „vom neuen Hauptwaffensystem unverändert überzeugt.“ Der Kommandeur ging in seiner Rede auch auf die vollzogene Verlegung der Ausbildungskompanie nach Cham ein. „Inzwischen geht die dritte Grundausbildung am neuen Standort zu Ende“, berichtete er.

Er ging aber nicht nur auf das abgelaufene Jahr ein, Jan Mirko Schmidt blickte auch in die Zukunft. Am 6. März verabschiedet sich die Brigade aus Amberg. Der Umzug nach Cham läuft bereits an. Dabei wird der Abschied mit einem Großen Zapfenstreich begangen und für diesen wird das Regner Bataillon die Ehrenkompanie und Fackelträger stellen. Der Regener Kommandeur wird den Zapfenstreich kommandieren. Zudem stehen im Jahr 2018 zwei Truppenübungsaufenthalte in Grafenwöhr auf dem Programm. „Daneben werden wir im zweiten Halbjahr hier im Standort über 30 Feldwebelanwärter am Schützenpanzer Puma und am System IdZ-ES ausbilden“, sagt Schmidt und verweist auf die besondere Ehre, „da dies der Nachwuchs für alle Puma-Bataillone der Bundeswehr sein wird.“

Nach der Rede des Kommandeurs hatte Landrätin Rita Röhrl das Wort. Sie sprach in ihrer Rede hauptsächlich über die Planungen für das laufende Jahr. „Ein Rückblick ist nur schwer möglich, da ich erst ein paar Wochen im Amt bin“, sagte sie und verwies darauf, dass sie erst am 1. Dezember ihren Dienst als Landrätin angetreten hat. Insofern werde sie sich auf einen Ausblick auf das neue Jahr beschränken. Sie ging in ihrem Vortrag auf die laufenden Baumaßnahmen am Gymnasium Zwiesel und am Landratsamt Regen ein. In Zwiesel werde das alte Gymnasium erweitert und modernisiert, was eine wichtige Zukunftsinvestition sei. Auch an der Arberlandklinik in Viechtach laufen die Baumaßnahmen weiter. Das Krankenhaus wird weiter modernisiert. Röhrl bat die anwesenden Politiker um Unterstützung beim Bahnprobebetrieb. „Wir brauchen eine zeitnahe Entscheidung“, sagte sie und drückte zugleich die Hoffnung aus, dass „aus dem Probebetrieb auf der Bahnstrecke zwischen Gotteszell und Viechtach ein Dauerbetrieb wird.“ Dies würde dem Landkreis helfen und den Öffentlichen Personennahverkehr, kurz ÖPNV, merkbar aufwerten. Gerade der ÖPNV werde von immer mehr Menschen in der Region gebraucht und hier müsse der Landkreis Verantwortung übernehmen und den Bürgern ein gutes Angebot machen.

Die Landrätin sprach auch über das gute Verhältnis zur Bundeswehr. Sie bedankte sich beim Kommandeur für die Unterstützung im Landesleistungszentrum am Arber. Die Bundeswehr habe sich hier immer eingebracht und dafür sei der Landkreis dankbar. Röhrl ging auch auf die vertrauensvolle Kooperation mit Stadt Regen ein. Man arbeite bei vielen Punkten zusammen, wie etwa der Atemschutzstrecke und dem Eisstadion. Bei letzterem erkenne der Landkreis die überörtliche Bedeutung des Stadions an und so könne man sich hier auch einbringen. In der Zukunft komme hier noch die Kooperation bei der neuen Dreifachturnhalle und dem Grünen Zentrum hinzu.

Diese Punkte nahm die letzte Rednerin, Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald, auch in ihrer Rede auf. Sie bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Auch bei der Bundeswehr bedankte sie sich für die Kooperation. Sie bekräftigte, dass die Stadt gerne eine Garnisionsstadt ist.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einem Klarinettentrio des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Patenkirchen. Nach den Reden und der Musik hatten die Gäste noch die Möglichkeit sich bei Häppchen und kalten Getränken auszutauschen.


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