11.12.2017, 08:55 Uhr

Intensive Diskussion im Stadtrat Stadt Zwiesel verzichtet auf die Bewerbung Campus Industrie 4.0

Bürgermeister Franz Xaver Steininger teilte mit, dass sich de Glasstadt nicht für de Campus Industrie 4.0 bewirbt. (Foto: Steininger)Bürgermeister Franz Xaver Steininger teilte mit, dass sich de Glasstadt nicht für de Campus Industrie 4.0 bewirbt. (Foto: Steininger)

Nach intensiver Diskussion in nicht öffentlicher Stadtratssitzung am 7. Dezember hat das Gremium mit großer Mehrheit beschlossen, dass sich die Stadt Zwiesel nicht für den Campus Industrie 4.0, modernste Sensorik der THD – Technische Hochschule Deggendorf bewerben wird.

ZWIESEL Der höchst sachlich geführte Meinungsaustausch aller Mandatsträger mit der erforderlichen Machbarkeits- und Potenzialdiskussion unter Berücksichtigung aller internen und extern bekannten Parameter brachte während der über einstündigen Diskussion ein klares und gefestigtes Meinungsbild. Extrem kurzfristige Projektengagements mit überdurchschnittlich hohem Finanzvolumen entsprechen derzeit nicht den übergeordneten, konsensfähigen Kurs der Stadt Zwiesel.

Die Stadt Zwiesel wird den eingeschlagenen, äußert nachhaltigen Kurs der Finanz-, Personal- und Stadtentwicklungspolitik beibehalten und damit auch weiterhin allen beteiligten Partnern kurz- und mittelfristig verbindliche und auf hohem Vertrauen basierende Zukunftsperspektiven geben.

Industrie 4.0 wurde sehr wohl als Megatrend erkannt, insbesondere auch im Kontext mit dem Wirtschaftsraum Europaregion Donau-Moldau (EDM), die ja in ihren sieben Entwicklungsfeldern u.a. „Forschung- und Innovation“ als auch „Hochschulraum“ hat. Die intensive Bildung von Satellitenstandorten der Universitäten ist ein überaus begrüßenswertes Mittel der Stadt-Land-Entwicklung.

Die erfolglose Bewerbung um den „Technologie- und Gründercampus Optik im Jahre 2008“ und die aktuelle Nicht-Bewerbung um den „Campus Industrie 4.0“ schließt jedoch keineswegs aus, dass sich die Stadt Zwiesel für mittelfristige Ansiedelungen universitärer oder gleichgestellter Einrichtungen (Tertiärbereich, Quartärbereich) intensiv und nachhaltig bewerben wird.


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