18.09.2019, 16:30 Uhr

Investition von 250 Millionen Euro Mit Wasserkraft die bayerische Energiezukunft sichern

(v.l.) Michael Amerer (Geschäftsführer VERBUND Innkraftwerke), Georg Huber (Landrat Landkreis Mühldorf), Hubert Aiwanger (Staatsminister Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie), Wolfgang Anzengruber (CEO VERBUND AG), Karl Heinz Gruber (Geschäftsführer VERBUND Innkraftwerke GmbH) und Erwin Schneider (Landrat Landkreis Altötting). (Foto: Verbund)(v.l.) Michael Amerer (Geschäftsführer VERBUND Innkraftwerke), Georg Huber (Landrat Landkreis Mühldorf), Hubert Aiwanger (Staatsminister Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie), Wolfgang Anzengruber (CEO VERBUND AG), Karl Heinz Gruber (Geschäftsführer VERBUND Innkraftwerke GmbH) und Erwin Schneider (Landrat Landkreis Altötting). (Foto: Verbund)

Größtes Wasserkraft-Projekt Deutschlands wird in Töging verwirklicht

TÖGING. Am Freitag, den 13., fand der offizielle Auftakt für das Projekt zur Erneuerung des Kraftwerks Jettenbach-Töging statt. Gemeinsam mit Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger und weiteren Festgästen haben die bayerischen VERBUND Innkraftwerke einen wichtigen Schritt für die bayerische Energiezukunft gesetzt. 100 Jahre nach dem ursprünglichen Baubeginn wird das Kraftwerk Jettenbach-Töging bis 2022 erneuert und modernisiert, um für die kommenden Jahrzehnte heimischen erneuerbaren Strom für rund 200.000 Haushalte zu erzeugen. Mit einer Investitionssumme von rund 250 Millionen Euro handelt es sich um das größte Wasserkraftprojekt Deutschlands. Um der historischen Dimension Rechnung zu tragen, wurde ein Grundstein mit Zeitkapseln gefertigt.

Anfang August 2019 haben die VERBUND Innkraftwerke den positiven Genehmigungsbescheid für die Umsetzung des Projektes zur Erneuerung und Modernisierung des Kraftwerks Jettenbach-Töging erhalten. Der für die Energiezukunft in Bayern zuständige Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger zum Auftakt: „Wir müssen die Chancen der Erneuerbaren Energien nutzen – da ist die Wasserkraft ganz vorne dabei.“

Wolfgang Anzengruber, CEO der VERBUND AG: „Die heimische und erneuerbare Wasserkraft stellt verlässliche Grundlast zur Verfügung. Das macht sie zur idealen Partnerin für Wind und Sonne. Dieses Dreigestirn wird den Erfolg der Energiewende maßgeblich beeinflussen – vorausgesetzt wir schaffen es, die ideologischen Hürden zu überwinden. Denn wir werden alle Formen der nachhaltigen Stromerzeugung brauchen. Das Kraftwerk Töging ist ein bayerisches Kraftwerk, seine Erneuerung gibt der Energiewende in Bayern zusätzlich Energie.“

Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der bayerischen VERBUND Innkraftwerke GmbH, betonte den technischen Fortschritt seit Errichtung des Kraftwerks Jettenbach-Töging: „Die Wasserkraft ist bekannt für ihr unerreicht hohes Effizienzniveau. Trotzdem sind wir heute, 100 Jahre nach dem ersten Baubeginn, in der Lage, am Ende der Modernisierung in drei Maschinensätzen rund 700 Millionen Kilowattstunden Strom zu erzeugen. Gegenüber dem Ist-Zustand mit 14 Turbinen entspricht das einer Effizienzsteigerung um fast 25 Prozent. Wasserkraft ist rundum saubere Energie, weil wir nicht nur CO2-freien Strom erzeugen, sondern auch in ökologische Verbesserungen und den Lebensraum Inn investieren.“

„Hier in Töging investieren wir in die Zukunft – der Anlage, des Standorts und der Region. Über 250 Millionen Euro sind enorme wirtschaftliche Impulse, denn unserer Erfahrung nach löst jeder Euro zusätzliche Wertschöpfungseffekte in einer ähnlichen Größenordnung aus, die vor allem in der lokalen und regionalen Wirtschaft Niederschlag finden“, ergänzte Michael Amerer, Geschäftsführer der VERBUND Innkraftwerke.

1919 wurde mit dem Bau des Innkanals begonnen. 1924 erfolgte die Inbetriebnahme des Kraftwerks Jettenbach-Töging. Seitdem treibt Inn-Wasser, das bei Jettenbach in den rund 20 Kilometer langen Innkanal fließt, in Töging 14 Turbinen an.


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