09.05.2019, 15:26 Uhr

In einem Gewölbe Herzogstadt belebt mit Schauraum die Grüben


Mittelalterliche Szene aus Schul-Schautafeln nachgestellt mit Blick auf eine fiktive, dahinter gelagerte Gasse

BURGHAUSEN. Einen dreidimensionalen Rückblick in längst vergangenen Zeiten gibt es ab sofort in den Grüben 176 im neuen Schauraum der Herzogstadt Burghausen e.V.. Nicht nur die historische Druckerpresse des Vereins gibt es zu sehen, sondern auch lebensechte „Pappkameraden“, die das Grübengewölbe optisch beleben. Die Stadt Burghausen hat dem Verein die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

Erster Bürgermeister Hans Steindl erinnerte sich bei der offiziellen Eröffnung daran, wie er zusammen mit seinem Vater Obst und Gemüse per Leiterwagen aus dem Gartenbetrieb an der Tittmoninger Straße in das dort befindliche Geschäft seiner Eltern geliefert hatte: „Die originale Gewölbestruktur von damals ist erhalten, für Wohnzwecke ist das Haus, das die Stadt Burghausen angekauft hat, allerdings im Moment nicht geeignet. Für uns war es ein Vorratsankauf mit der Aufgabe, das Dach abzusichern und die Außenfassade zu den Grüben hin zu sanieren. Für Wohnzwecke sind die Aufwendungen momentan zu hoch. Deshalb bin ich allen Beteiligten sehr dankbar, dass die Vorstellung des Schauraumes jetzt so schnell umgesetzt wurde.“

Heinz Donner, Vorsitzender der Herzogstadt, bedankte sich beim Bürgermeister und erläuterte das Schaubild, das gemeinsam mit der Gruppe „Laudate Dominum“ und mit der selbst gebauten, voll funktionsfähigen Druckerpresse aufgebaut wurde: „Zusammen mit einer Fotografin haben wir eine mittelalterliche Szene aus Schul-Schautafeln nachgestellt und bieten mit einem Blick ins Gewölbe auch einen fiktiven Blick in eine dahinter gelagerte, belebte Gasse, so dass der Raum optisch an Größe gewinnt. Zukünftig können wir uns auch vorstellen, dass der Raum zum Beispiel an einem Sonntag für Besucher geöffnet wird und wir mit der alten Druckerpresse Schaudrucke ermöglichen.“


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