16.11.2018, 11:28 Uhr

Florian Schneider (SPD) „Ich möchte Bürgermeister von Burghausen werden“

Florian Schneider geht für die SPD in den Burghauser Bürgermeisterwahlkampf (Foto: Schmitzer)Florian Schneider geht für die SPD in den Burghauser Bürgermeisterwahlkampf (Foto: Schmitzer)

Seit Donnerstagabend ist es offiziell: Kreutzpointner-Geschäftsführer Florian Schneider tritt für die SPD an

BURGHAUSEN. Bis auf den letzten Platz war am Donnerstagabend der große Saal des Bürgerhauses gefüllt. Es wurden sogar noch zahlreiche Stühle hinzugestellt und manche Spätankömmlinge mussten die Kandidatenvorstellung aus dem Vorraum verfolgen. Das Interesse an der „Person“, von der Hans Steindl glaubt, „dass sie zu Burghausen passt“, wie er in seiner Einladung schrieb, war außerordentlich groß. Natürlich war es längst kein Geheimnis mehr, dass diese Person Florian Schneider heißt.

Bevor der Kandidat sich auf der Bühne präsentierte, erklärte Steindl dem Publikum, was es bedeutet, Bürgermeister in Burghausen zu sein. Das sei nicht vergleichbar mit den Bürgermeisterposten in den anderen Landkreiskommunen. „Das Amt frisst Sie auf“, so Steindl. Man brauche dafür Leidenschaft und Verbissenheit. Steindl ließ keinen Zweifel daran, dass Schneider der Richtige für das Bürgermeisteramt sei und er ihn unterstützen werde. „Er kommt aus dem richtigen Stall“, erklärt der Stadtchef mit Blick auf die Firma Kreutzpointner, in der Schneider seit 18 Jahren als Geschäftsführer tätig ist.

Als Schneider auf die Bühne tritt und sagt: „Mein Name ist Florian Schneider und ich möchte Bürgermeister von Burghausen werden“, erntet er lang anhaltenden Applaus. Der 46-Jährige beschreibt seinen Lebensweg: Aufgewachsen auf der Burg, Abitur in Burghausen, BWL-Studium, Geschäftsführertätigkeit bis heute. Er hätte sich aber auch nach dem Vorbild der Eltern vorstellen können, den Lehrerberuf zu ergreifen. Soziales Engagement sei ihm wichtig, das habe er schon im Elternhaus so vorgelebt bekommen. „Ich bin nicht Hans Steindl“, stellt Schneider in seiner souveränen Rede klar. An den amtierenden Bürgermeister gewandt: „Du bist nicht kopierbar - im besten Sinne.“ Er selbst stehe für einen teamorientierten Führungsstil, so Schneider. „Ich gehe gerne voran, aber Sie müssen mich mittragen.“

Schneider zu seiner Lebenssituation: „Ich habe ein schönes Leben, bin glücklich mit meiner Familie und mit dem, was ich beruflich mache. Ich könnte mir auch vorstellen dies weitere 18 Jahre zu machen.“ Er trage aber in sich die Leidenschaft, den Weg der Kandidatur zu gehen. „Dass es hier in Burghausen etwas Besonderes ist, das spürt man.“

Der frisch gebackene SPD-Kandidat verteilt auch gleich seinen ersten politischen Seitenhieb an Landrat Erwin Schneider zum Thema Burghauser Krankenhaus: „So wie Erwin Schneider das gemacht hat, kann man seine Meinung nicht vertreten.“

(Foto: schmitzer)

„Jetzt wissen Sie warum ich gesagt habe, er muss es machen“, wandte sich Bürgermeister Hans Steindl ans Publikum, nachdem Schneider die Bühne verlassen hatte. Es folgte brandender Applaus.

Steindl, der altersbedingt nicht mehr antreten darf, äußerte sich auch bezüglich seiner eigenen politische Zukunft nach der Bürgermeisterwahl 2020: „Anders als einige Vorgänger werde ich nicht in den Stadtrat gehen.“ Im Kreistag werde er möglicherweise „am Ball“ bleiben. Und auch wenn er sich das vor Jahren noch nicht hätte vorstellen können: „Ich freue mich auf die Zeit, in der ich mich um die Dinge kümmern kann, die während der Amtszeit zu kurz kamen.“


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