29.07.2019, 11:08 Uhr

Hitzewelle: Kühltipps bei besonders heißem Wetter

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Brütende Sommerhitze ist nicht nur unangenehm, sondern beeinträchtigt auch die Gesundheit. Bewährte Hitzeschutztipps im Überblick – für Erwachsene, Kinder und Heimtiere.

Der Begriff der Hitzewelle ist in der Meteorologie nicht ganz eindeutig festgelegt. In Deutschland gilt unter Fachexperten jedoch die geläufige Definition, dass an mindestens drei Tagen in Folge die gemessene Höchsttemperatur 30 Grad oder mehr beträgt.

Eine negative Begleiterscheinung fortlaufend heißer Tage ist unter anderem auch, dass die Nächte zunehmend wärmer ausfallen. Liegt die Schlafzimmertemperatur dann selbst nach Sonnenuntergang noch bei 20 Grad und darüber, sind Schlafstörungen geradezu vorprogrammiert.

Länger anhaltende Hitzeperioden bergen vor allem für Patienten mit Herzschwäche, ältere Menschen und Babys ein hohes Gefährdungspotential. Aber auch bei kerngesunden Erwachsenen oder älteren Kindern kann der Kreislauf schnell Probleme bereiten oder sich starkes Unwohlsein einstellen, wenn nicht für ausreichend Schatten und Kühlung gesorgt wird.

Jalousien runter: Nur Abschattung schützt vor Überhitzung im Wohnraum

Einer Ausbreitung von Hitze in Wohnung und Haus lässt sich äußerst effizient vorbeugen. Besonders wichtig ist es, Räumlichkeiten strikt gegen Sonneneinträge mit Jalousien abzuschatten und nur zu lüften, wenn die Außentemperaturen abgesunken sind.

Wird die Wärme durch einen Sonnenschutz am Fenster gar nicht erst hereingelassen und der Innenbereich zur richtigen Zeit mit frischer Luft zumindest leicht abgekühlt, fallen auch während der Nacht die Schlaftemperaturen gleich wesentlich angenehmer aus. Als sommerliche Bettwäsche in Schlaf- und Kinderzimmer sind dünne Laken oder Bettbezüge empfehlenswert, aus denen zuvor füllige Bettdecken entfernt wurden.

Schattenplätze bevorzugen – sportliche Aktivitäten reduzieren

Während einer Hitzewelle ist es ratsam, direktes Sonnenlicht zu meiden und sich vorzugsweise im Schatten aufzuhalten. Die ideale Sommerbekleidung ist atmungsaktiv und hellfarbig. Bei Kleinkindern ist außerdem auf eine leichte Kopfbedeckung zu achten.

Sport sollte, wenn überhaupt, nur während kühlerer Stunden oder in klimatisierten Fitnessstudios ausgeübt werden. Denn nicht nur die Hitze an sich setzt dem Herz-Kreislauf-System zu, sondern auch die oftmals ebenfalls ansteigenden Ozonwerte. Sie bewirken insbesondere bei körperlicher Anstrengung häufig Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen Übelkeit, Schwindel oder allgemeine Abgeschlagenheit.

Die optimale Trinkmenge für Erwachsene und Kinder

Durch starkes Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit und Mineralien. Während die empfohlene Flüssigkeitszufuhr bei Erwachsenen in der heißen Sommerzeit zwei bis drei Liter in Form von Wasser, ungesüßten Kräutertees und Schorle-Mischungen pro Tag betragen sollte, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. bei Kindern, die herkömmliche Trinkmenge zu verdoppeln bis zu verdreifachen. Leichte Snacks in Form von Gemüse und Obst sorgen bei Groß und Klein ebenso für Erfrischung und gleichen zusätzlich den Vitamin- und Mineralienhaushalt aus.

Die wichtigsten Hitzeschutztipps für Vierbeiner

Überhitzung ist auch für Heimtiere gefährlich. Schon ab dem Frühjahr sollten sie unter keinen Umständen allein im Auto bleiben, da die Temperatur darin binnen kürzester Zeit extrem ansteigt.

Für Tiere im häuslichen Bereich und draußen müssen genauso stets Schattenplätze und ein ausreichendes Trinkangebot bereitgestellt werden. Käfige oder Aquarien befinden sich am besten in dunkleren Ecken des Wohnbereichs. Auch hier helfen entsprechende Sonnenschutzvorrichtungen wie Jalousien, das Sonnenlicht fernzuhalten und den Wohnraum insgesamt kühler zu halten.

Wer mit seinem Hund im Sommer länger spazieren gehen möchte, sollte dies auf die späteren Abendstunden verlegen, in denen es dann nicht mehr so heiß ist.


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