29.09.2020, 15:02 Uhr

Tierwohlpreis Platz 2 Stimmige Haltungskonzepte wurden gewürdigt

Die Schweinderl im Ferkelstall von Landwirt Loidl dürften sich pudelwohl fühlen... F.: A. Schmidhuber/StMELFDie Schweinderl im Ferkelstall von Landwirt Loidl dürften sich pudelwohl fühlen... F.: A. Schmidhuber/StMELF

Landwirt Konrad Loibl erreicht Platz 2 des Bayerischen Tierwohl-Preises

Lkrs. Erding. Drei bayerische Landwirte wurden heute für ihre stimmigen Konzepte zur Verbesserung des Tierwohls in ihren Ställen ausgezeichnet. In Vertretung von Ministerin Kaniber ehrte Amtschef Hubert Bittlmayer drei landwirtschaftliche Betriebe mit dem Tierwohl-Preis 2020.

Der erste Preis in Höhe von 5.000 Euro geht an den Rindermastbetrieb Pöschl aus Zandt im Kreis Cham, der 2. Preis in Höhe von 3.000 Euro wurde an den Ferkelerzeugerbetrieb Loidl aus Sankt Wolfgang (Lkr. Erding) verliehen. Den mit 2.000 Euro dotierten 3. Preis erhält der Milchviehbetrieb Christa Schillinger im Kreis Altötting.

„Wir wollen Landwirte unterstützen, im Betrieb mehr Tierwohl zu ermöglichen und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben. Wir müssen aber auch die Verbraucher in die Pflicht nehmen: Gutes Fleisch muss erschwinglich bleiben, aber wir sollten wirklich bewusster genießen, was unsere Landwirtschaft an hervorragenden Produkten herstellt“, sagte Amtschef Bittlmayer bei der Preisverleihung. „Die Preisträger haben sich intensiv mit dem Tierwohl und den Möglichkeiten der Gestaltung ihrer Tierhaltung auseinandergesetzt. Die Beispiele zeigen, wie man mit Ideen die Lebensqualität der Nutztiere nachhaltig verbessern kann.“

Eine unabhängige, mit Experten und Praktikern aus Forschung, Verwaltung, Tierschutz und Berufsstand besetzte Jury hatte die drei Siegerbetriebe aus 20 eingegangenen Bewerbungen gewählt.

Die Ferkelaufzucht im Betrieb Loidl wurde dabei für das Dreiflächenbuchtsystem prämiert, das für jedes Tier ein sehr großes Platzangebot mit Stroheinstreu bietet. Ein überdachter Auslauf mit Unterflur-Schiebe-Entmistung komplettiert die tierwohlgerechte Haltung. Im neu gebauten Ferkelaufzuchtstall werden die Ferkel in strukturierten Buchten mit je einem Ruhe-, Fress- und Auslaufbereich gehalten. Die Stroheinstreu im Ruhebereich bietet Beschäftigungsmöglichkeit und Komfort. Die Bodentemperatur kann gesteuert werden, so dass Heizung oder Kühlung möglich ist. Der etwas höher gelegte Fressbereich ist mit einer anderen Bodengestaltung bewusst von der Liegefläche abgegrenzt. Im überdachten Auslaufbereich bekommen die Ferkel einen Außenklimareiz, was zur Gesundheit beiträgt.

Mit dem Tierwohl-Preis werden jährlich Projekte ausgezeichnet, die erfolgreich umgesetzt sind. − we –