26.04.2019, 10:41 Uhr

„Tag der offenen Fähre“ am 1. Mai Die Posching nimmt Kurs auf die Schiffstaufe

(Foto: Landratsamt)(Foto: Landratsamt)

Stellvertretender Landrätin Barbara Unger und Stephansposchings Bürgermeisterin Jutta Staudinger als Patinnen.

MARIAPOSCHING Den genauen Wortlaut des Taufspruchs verrät die Stellvertretende Landrätin Barbara Unger noch nicht, dass er mit dem Wunsch, dass das Schiff stets „eine Handbreit Wasser unter dem Kiel haben möge“ endet, steht aber fest, denn so wollen es die ungeschriebenen Gesetze einer Schiffstaufe.

Am kommenden Mittwoch, dem Maifeiertag, ist es nämlich soweit: Die neue Donaufähre „Posching“ wird offiziell getauft und im Rahmen eines „Tag der offenen Fähre“ auch offiziell eingeweiht. Bereits seit 3. April läuft der reguläre Fahrbetrieb zwischen den Orten Mariaposching (Landkreis Straubing-Bogen) und Stephansposching (Landkreis Deggendorf) wieder. „Mittlerweile ist es bei Schiffen Usus, dass sie nicht mehr beim Stapellauf, sondern im späteren Verlauf, zum Beispiel an ihrem Bestimmungsort, getauft werden“, erklärt Markus Fischer, Leiter der Tiefbauverwaltung am Landratsamt Straubing-Bogen.

Das offizielle Programm am 1. Mai beginnt um 9 Uhr am Mariaposchinger Donauufer mit der Begrüßung von Straubing-Bogens Landrat Josef Laumer, es schließen sich Grußworte und Ansprachen an. Um 9.45 Uhr wird die kirchliche Segnung vorgenommen, ehe um 10.15 Uhr die Schiffstaufe durch die Stellvertretende Landrätin von Straubing-Bogen, Barbara Unger, und die Bürgermeisterin der Gemeinde Stephansposching, Jutta Staudinger, durchgeführt wird. „Bei Schiffstaufen muss als Taufpatin eine Frau fungieren“, erläutert Markus Fischer.

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der erste Preis an die Gewinner des Namenswettbewerbes übergeben werden. Im Herbst 2017 war die Bevölkerung aufgefordert, Namensvorschläge einzureichen. Die weiteren Preise für die ausgelosten Teilnehmer wurden bereits in den vergangenen Tagen verschickt. Der offizielle Teil endet mit einer „Jungfernfahrt“ der Fähre für die geladenen Gäste.

Pünktlich um 11 Uhr beschließt dann die offizielle Veranstaltung, so dass die Bogener Radltour, die um 10.30 Uhr in der Stadt Bogen startet und in der Folge in Mariaposching auf die andere Donauseite übersetzt, dies zeitgerecht tun kann.

Den ganzen Tag über ist am „Tag der offenen Fähre“ die Benutzung der „Posching“ kostenfrei, das Übersetzen am 1. Mai wird musikalisch umrahmt von der „Degernbacher Blasmusik.“ Aus Sicherheitsgründen werden an diesem Tag aber nur Fußgänger und Zweiräder transportiert und keine Kfz. Für das leibliche Wohl ist den ganzen Tag über auf Mariaposchinger Seite durch den Partyservice Berger und auf Stephansposchinger Seite beim traditionellen Maifest im Ortsteil Uttenhofen (ca. 500 Meter von der Anlegestelle entfernt, ist beschildert) gesorgt. „Wir hoffen auf eine Art Volksfest für die gesamte Bevölkerung“, sagt Landrat Josef Laumer. Ursprünglich auch einmal angedachte Besichtigungstouren in den „Unterbau“ der Fähre können aber nicht umgesetzt werden. „Der Bauch ist voll mit Elektronik und den unterschiedlichsten Schaltern, Hebeln etc. auf engstem Raum. Die Gefahr, dass es dort unabsichtlich durch den Andrang zu Schäden kommt, ist einfach zu groß“, erklärt Markus Fischer.

Parkmöglichkeiten in Mariaposching gibt es entlang des Dammes. Entlang der Dorfstraße herrscht ein Halteverbot. Auf Stephansposchinger Seite gilt ein einseitiges Halteverbot, Parkmöglichkeiten bestehen eingeschränkt im Bereich der Fährzufahrt und ansonsten im Dorfbereich. Bis zum Ende des offiziellen Teiles ist der Zugang zum Donauufer Mariaposching nur eingeschränkt möglich.

Rechtzeitig vor der offiziellen Einweihung werden am Dienstag, 30. April, noch Wartungsarbeiten an der Fähre vorgenommen. An diesem Tag findet deshalb zwischen 10 und 16 Uhr kein Fährbetrieb statt. „Die Arbeiten müssen tagsüber stattfinden“, so Armin Winter, Stellvertretender Leiter der Tiefbauverwaltung. „Wir haben aber bewusst diesen Zeitraum gewählt, um am Morgen und späten Nachmittag für die Pendler den Fährbetrieb aufrechterhalten zu können.“

Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist gutes Wetter am 1. Mai. Aber auch da sehen die Vorhersagen mittlerweile recht beständig bestes Frühlingswetter bei angenehmen Temperaturen.


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