31.01.2019, 15:53 Uhr

Straubinger Raufbold-Prozess vertagt Gutachten soll klären, ob Gefesselter Polizisten in die Genitalien schlagen konnte

Foto: Jürgen Unterhauser (Foto: Jürgen Unterhauser)Foto: Jürgen Unterhauser (Foto: Jürgen Unterhauser)

Eigentlich sollten am Amtsgericht Straubing heute gegen vier junge Männer Urteile ergehen – doch das verzögert sich nun.

STRAUBING Vier junge Straubinger müssen sich seit dem Dienstag vor dem Straubinger Amtsgericht verantworten. Den Männern im Alter von 18 bis 21 Jahren wird unter anderem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Nach einer Schlägerei in Straubing musste ein Kontrahent der Männer mit Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Auch in Regensburg sollen drei der Angeklagten in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein.

Zudem wird den Männern Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zur Last gelegt, berichtet Richterin Elfriede Schütz, Pressesprecherin am Straubinger Amtsgericht. Einem der Angeklagten wird vorgeworfen, einem Polizisten in die Genitalien geschlagen zu haben. Der Beschuldigte gab am Donnerstag allerdings an, dass ihm in besagter Situation die Hände mit Handschellen hinter dem Rücken gefesselt gewesen seien und er einen solchen Schlag gar nicht habe führen können.

Nun soll ein Gutachter klären, ob der Angriff, wie vom Polizeibeamten beschrieben, überhaupt möglich war. Der gesamte Prozess wurde daher auf den 21. Februar vertagt. Wir berichten weiter.


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