23.11.2018, 09:09 Uhr

Ort des Erinnerns – und der Erholung Gedenkstätte am Straubinger Waldfriedhof wird am Sonntag eingeweiht


Straubing will das Gedenken an die Schrecken und die Opfer der beiden Weltkriege im Bewusstsein halten.

STRAUBING Mit bewegenden Festakten ist in diesen Tagen in vielen Ländern an das Ende des 1. Weltkriegs (1914 - 18) vor 100 Jahren erinnert worden.

Auch die Stadt Straubing will das Gedenken an die Schrecken und die Opfer der beiden Weltkriege im Bewusstsein halten – und hat die zentrale Gedenkstätte am Waldfriedhof neu gestaltet. Stadtarchivarin Dr. Dorit-Maria Krenn sagt zum Wochenblatt: „Die Zeitzeugen werden immer weniger. Es soll daran erinnert werden, wie grausam Krieg ist.“

Drei Opfergruppen stehen auf dem Areal künftig besonders im Fokus: die gefallenen Soldaten, die Toten des Bombenkriegs sowie politische Häftlinge, Kriegsgefangene und Regimegegner, die während der Nazi-Diktatur in der JVA Straubing ums Leben kamen.

Dafür wurde unter finanzieller Beteiligung der Stadt Straubing, des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie des Bayerischen Sozialministeriums das seit 1926 existierende Areal, auf dem etwa 800 Kriegsopfer beerdigt sind, behutsam erneuert. Gedenkplatten, neue Bänke und Bepflanzung, übersichtliche Wegführung – das Areal soll mit seinem Parkcharakter dem Gedenken, aber auch der Erholung dienen, erklärt Krenn. Zudem soll eine Geschichtstafel über die historischen Zusammenhänge sowie die Schicksale exemplarisch ausgewählter Personen informieren (sh. Kasten rechts). Knapp 55.000 Euro wurden insgesamt investiert.

Die neu gestaltete Gedenkstätte wird am Sonntag, 25. November, um 13.30 Uhr eingeweiht. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.


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