04.01.2012, 06:20 Uhr

Kater geriet in Fangeisen, Anwohner in Angst Tierquälerei: Wer stoppt den fiesen Fallensteller von Bogen?

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Ein unbekannter Fallensteller treibt in Bogen sein Unwesen. Die Tierschutzorganisation PETA hat für die Ergreifung des Tierhassers eine Belohnung ausgesetzt

BOGEN So hinterhältig. So brutal. Eine besonders widerliche Form von Tierquälerei beschäftigt derzeit Bürger sowie die Polizei in Bogen. Offenbar treibt ein unbekannter Fallensteller sein Unwesen. Doch nicht nur Vierbeiner werden gefährdet, auch spielende Kinder könnten durch den fiesen Tierhasser gefährdet werden.

Am Montagmorgen ist Dagmar Streich im Wohngebiet unweit der Siemensstraße unterwegs. Die 48-Jährige will zum Bäcker, als sie auf einer Wiese einige Meter entfernt eine Katze sieht. Zunächst macht sie sich keine großen Gedanken, erst als sie wenig später vom Einkauf zurückkommt, wird sie stutzig: Das Tier hat sich offenbar nicht bewegt, hat an derselben Stelle im Gras verharrt. „Ich dachte, sie sei angefahren worden“, erzählt Dagmar Streich.

Jetzt will sie es genauer wissen. Sie geht auf das Tier zu, das auf dem frei zugänglichen Feld liegt – und bekommt einen Riesenschreck: Das Tier steckt mit einer Pfote in einem gewaltigen Fangeisen. Der grausame Stahl hat sich tief ins Fleisch des Stubentigers gebohrt, die Wunde blutet stark. Dagmar Streich eilt nach Hause, gibt Tochter Stefanie (22) Bescheid. Gemeinsam gelingt es den beiden, das schwer verletzte Tier samt der verbotenen Falle ins Auto zu schaffen und zu einem Tierarzt nach Straubing zu bringen. Nach derzeitigem Stand muss die Pfote nicht amputiert werden. Der junge Kater, dessen Besitzer bis jetzt unbekannt ist, hat nochmal Glück gehabt.

Doch die Angst bleibt. Wie Dagmar und Stefanie Streich berichten, sind in letzter Zeit mehrmals Katzen in der Gegend rund um die Siemensstraße verschwunden. Gingen die Tiere dem Tierhasser in die Falle? Inzwischen haben die Streichs bei der Polizei Bogen Anzeige erstattet. Die Beamten gehen derzeit jedoch davon aus, dass das Tier an einer anderen Stelle in die Falle geriet und sie dann bis zum Fundort mitschleppte.

Die Streichs treibt nicht nur die Sorge um, dass ihren eigenen Katzen oder ihrem Hund ein ähnliches Schicksal widerfahren könnte. Noch schlimmer: Auch spielende Kinder könnten durch solche Fallen schmerzhafte Verletzungen davontragen. Stefanie Streich hat selbst zwei kleine Zwillingstöchter, Sophia und Felicia. Die junge Mutter sagt: „Ich habe Angst, dass etwas passiert.“

Inzwischen hat die Tierschutzorganisation PETA eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung und Überführung des Täters führen. Hier gibt's weitere Infos


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