03.06.2018, 18:13 Uhr

Gemeinsam für die Patienten Kreiswasserwacht übt mit der Rettungshundestaffel Straubing-Bogen


Die Suche von Vermissten, deren Versorgung und Abtransport von der Donauhalbinsel bei Bogen: diese Aufgaben hatten die Kreiswasserwacht und die Rettungshundestaffel Straubing-Bogen als gemeinsames Ziel einer großen Übung am Samstag festgelegt.

STRAUBING-BOGEN Rund 40 BRK-Mitglieder von Wasserwacht und Rettungshundestaffel trafen sich am Samstag am Wasserübungsplatz der Bundeswehr in Bogen. Ziel war, bei einem eventuellen Einsatz die Abläufe der Gliederungen zu verstehen und zu verbessern. Am der Donau wurden die Boote der Wasserwacht ins Wasser gebracht – zur Erkundung des Gewässers. In der Zwischenzeit erklärten die Einsatzleiter das Ziel der Übung: Hunde und Hundeführer werden mit den Booten auf das Wöhrd der Donau übergesetzt. Dort sind Mimen der Realistischen Unfalldarstellung des Jugendrotkreuzes an bestimmten Positionen versteckt. Die Hunde müssen die Jugendlichen finden, dann übernehmen die Wasserretter und Hundeführer die Versorgung. Anschließend werden die Patienten mit einem Boot zurück an Land gebracht.

Die Teamarbeit spielt eine große Rolle. Die gemeinsame Übung wurde von Wasserwachts-Ausbilder Helmut Rottmann und der Rettungshundestaffel konzipiert. Denn bei einer Vermisstensuche könnte es an der Donau durchaus nötig sein, dass die Gliederungen eng zusammen arbeiten.

Anschließend ging’s aufs Boot: Christina Artmann von der Rettungshundestaffel suchet auf dem Wöhrd eine gute Stelle für das „Opfer“. Australian Sheperd Mischling Sina und Rettungshundeführerin Nicole Raab sollten es nicht zu leicht haben. Wenige Minuten später schien eine ideale Stelle gefunden, die an den Beinen verletzte Jugendrotkreuzlerin versteckte sich an einem Baum. Nicole Raab kamt auf die Halbinsel, verschaffte sich einen Überblick über das Suchgebiet, prüfte mit Hilfe von Babypuder die Windrichtung und legte das Suchgebiet fest. Dann läuft Hündin Sina los, Nicole Raab und ihre Helfer hinterher. Nach wenigen Minuten zeigte ein Bellen: die Patientin ist gefunden. Hundeführer, Helfer und die Wasserretter kümmerten sich gemeinsam um sie, beruhigten sie und erklärten jeden Schritt. Dann ging‘s aufs Boot und über die Donau, wo die Kollegen des Rettungsdiensts übernahmen

Nach 5 Stunden Übung zogen Wasserwachtsvertreter und Mitglieder der Rettungshundestaffel ein gemeinsames Fazit: Die Zusammenarbeit läuft gut, die Hunde haben Spaß am Bootsfahren und die Wasserretter haben sich schnell auf die tierischen Helfer eingestellt. Auch die Mimen sind zufrieden: egal ob Schock, ein Nagel im Fuß oder ein offener Bruch – die Retter haben sich gut um die Patienten gekümmert. Auch der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Max Dreier war voll des Lobes für die gemeinsamen Anstrengungen der Ehrenamtlichen bei Sonne und 30 Grad. In einem waren sich alle einig: solche Übungen werden Rettungshundestaffel und Wasserwacht weiter durchführen


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