12.04.2017, 14:04 Uhr

Unsere Praktikantin reiste nach Portugal Auslandsreise zum Schnäppchenpreis

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Reisespaß für den kleinen Geldbeutel: Unsere Praktikantin machte den Test.

PORTO Städtereisen sind gefragt wie nie. Mal schnell übers Wochenende oder vielleicht sogar ein paar Tage mehr – immer mehr Deutsche entscheiden sich bei der Urlaubsplanung für Kurz-Trips in die Metropolen Europas. Aber: Spontane Reiselust und schmaler Geldbeutel – geht das? Wie kann man auch mit kleinem Budget Europas Städte erkunden? Wochenblatt-Praktikantin Magdalena (19) und ihre Freundin Lena (20) aus dem Landkreis Straubing-Bogen haben den Test gemacht.

Wir haben uns auf das Abenteuer „Low-Budget-Reisen“ eingelassen und uns für drei Nächte die portugiesische Hafenstadt Porto ausgesucht. Warum Porto? Ganz einfach, weil der Flug ziemlich billig war und wir im Grunde für alles offen waren. Porto geht es so wie vielen schönen, aber noch relativ wenig bereisten Städten Europas: Sie stehen meist im Schatten der Landeshauptstadt, in diesem Fall also im Schatten Lissabons. Oftmals sind solche Orte jedoch sehr preisgünstig und touristisch nicht so überlaufen. In der engeren Auswahl waren für uns neben Porto noch Valencia und Budapest. Bei allen drei Städten gab es Flugangebote (Hin- und Rückflug) für 100 Euro. Im Internet unter skyscanner.de suchten wir nach der perfekten Flugverbindung – und entschieden uns schließlich für Porto.

Nachdem der Flug gebucht war, blieb die Frage nach der Unterkunft. Bei hostelworld.de wurden wir fündig. Keine Sorge: Dort gibt es nicht nur Unterkünfte mit Mehrbett-Zimmern (bei denen doch vielen Leuten die Lust aufs Reisen vergeht). Moderne Hostels bieten häufig auch Zweibettzimmer! Im „Cristo Rei“ in Portos Innenstadt fanden wir ein Doppelzimmer mit Bad. Kosten: Drei Übernachtungen für 90 Euro! Da wir zu zweit verreisten, konnten wir den Preis teilen: Mit Flug waren wir also bei ca. 145 Euro pro Person. Ein richtig toller Deal! Unser Glück: Die Fahrt zum Flughafen nach München übernahmen unsere Eltern. Hier fielen also keine zusätzlichen Kosten an. Der Flug mit der holländischen Airline Transavia war in Ordnung, auch wenn Gratis-Verköstigung oder ein Koffer nicht im Preis enthalten waren. So flogen wir also nur mit Handgepäck, was zugegebenermaßen nicht unser Ding war, da wir uns bei der Gepäckauswahl ziemlich einschränken mussten.

Unser Zimmer im „Cristo Rei“ war zwar bestimmt nicht die schönste Bleibe der Stadt, aber von der Lage her geradezu perfekt. Für junge reiselustige Menschen, die nicht unbedingt die nobelste Unterkunft brauchen, ist es also total in Ordnung. Hauptsache zentral! Der Transfer vom Flughafen zum Hotel war unkompliziert und preiswert. Mit der sogenannten „Andante-Card“ fährt man für schlanke 1,55 Euro mit der Metro in Portos Innenstadt, die Fahrtdauer beträgt ungefähr eine halbe Stunde.

Porto selbst, so stellte sich heraus, ist das perfekte Ziel für Low-Budget-Reisen. Auch mit kleinem Geldbeutel muss man hier nicht verhungern: Gut frühstücken mit Croissant und Kaffee kann man schon für 1,50 Euro. Will man an der „Prachtmeile“ brunchen, ist man für Kuchen und überbackenem Toast mit zehn Euro dabei. Warme Gerichte kosten zwischen vier und acht Euro, Softgetränke gibt’s häufig schon für einen Euro. Auf dem Markt zahlt man für einen Snack und zwei Gläser Wein gerade mal vier Euro. Und Portos (doch leider relativ geringe) Anzahl an Sehenswürdigkeiten klappert man zu Fuß zum Gesamt-Eintrittspreis von insgesamt knapp 15 Euro ab: den Torre dos Clérigos, Portos Kathe-drale, den Bischofspalast und eine der schönsten Büchereien Europas, die Livraria Lello. Außerdem bieten sich (Port)-Weinproben in den vielen Kellereien Portos preisgünstig an. Abends genießt man das Nachtleben, zu ebenfalls akzeptablen Preisen („Um Litro“ Sangria für sieben Euro, da kann man nicht meckern).

Unser Fazit: Porto war ein gelungener Kurztrip, der am Ende mit 260 Euro auch unseren Geldbeutel schonte. Voraussetzung: offen sein für Neues und Eigeninitiative bei der Planung. Mal schauen, wo es nächstes Mal hingeht!


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