20.04.2017, 16:05 Uhr

Kostenlose Abgabe Das Giftmobil sammelt wieder Sondermüll ein

Foto: Pressestelle Landratsamt Neustadt WaldnaabFoto: Pressestelle Landratsamt Neustadt Waldnaab

Für die Entsorgung von gefährlichen Stoffen bietet der Landkreis wieder kostenlose Problemmüllsammlungen an. Die ersten Sammeltouren des Jahres finden von 26. April bis 17. Mai statt.

LANDKREIS NEUSTADT AN DER WALDNAAB Die Landkreisbürger können ihre Sonderabfälle in jeder Gemeinde des Landkreises abgeben. Für die Berufstätigen sind die drei Sammlungen an Samstagen günstig. Unter anderem in Pressath (29. April), Grafenwöhr (6. Mai), Waidhaus (13. Mai) und Neustadt an der Waldnaab (13. Mai) finden die Sammlungen samstags statt. Die genauen Termine finden sich im Abfallkalender 2017, in der Abfall-App, im Internet unter www.abfall.neustadt.de oder in den Ortsnachrichten.

Erfasst werden am Giftmobil haushaltsübliche Chemikalienreste, beispielsweise Farben und Lacke, Medikamente, Holzschutzmittel und Pflanzenschutzmittel. Die Fachleute des Giftmobils sehen sich jede Dose oder Tube an und sortieren die Abfälle nach Gefährlichkeit. Ein erster Hinweis dazu sind Gefahrensymbole auf der Verpackung. Wer unbeschriftete Flüssigkeiten oder Pulver zu Hause stehen hat, kann diese mit zum Giftmobil bringen und beurteilen lassen. Die abgegebenen Schadstoffe müssen im Giftmobil vom Personal in transportsichere Fässer gepackt werden. Deshalb sind große Kanister und Behälter (ab zehn Liter) sowie Abfallmengen, die nicht mehr in einen Kofferraum passen, vorab mit der Abfallberatung abzusprechen. Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft sind wegen geltender Transportvorschriften auf jeden Fall vorab anzumelden. Obwohl ungiftig, können flüssige Wand- und Fassadenfarben ebenfalls abgegeben werden. Eingetrocknete Dispersionsfarben sind allerdings in die Mülltonne zu werfen. Die leeren Kunststoffeimer können dann über die Gelben Säcke verwertet werden.

Wegen ihrer schadstoffhaltigen Bauteile erfasst das Giftmobil auch kleine Elektrogeräte, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und Batterien. Bei den immer häufiger verwendeten Lithium-Ionen-Akkus aus Telefonen, Heimwerkergeräten und Elektrofahrrädern ist besondere Vorsicht geboten. Die Akkus können bei Kurzschluss oder Beschädigungen in Brand geraten. Diese Energiespeicher sollten deshalb an den Kontakten abgeklebt und separat vom Gerät angeliefert werden.

Fragen zur Problemmüllsammlung beantwortet Abfallberater Peter Hägler über das Bürgertelefon mit der Rufnummer 09602/ 793530.


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