18.05.2013, 08:33 Uhr

Unwetter Unwetter über der Oberpfalz: Dauereinsatz für die Feuerwehren

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Von Freitagnachmittag bis zum Abend und spät in die Nacht hinein zum Samstag, 17. auf 18. Mai, zogen über die Bereiche Regensburg und Schwandorf heftige Unwetter mit stellenweise ergiebigem Dauerregen um die 30 Liter pro Quadratmeter.

REGENSBURG/SCHWANDORF Der Regen war teilweise so stark, das die Sicht auf den Autobahnen sehr schlecht war. Aquaplaning und teilweise Schritttempo waren die Folge. Starke Behinderungen ergaben sich so zum Start der Pfingstferien. Aber auch in den Gemeinden in und um Regensburg und Schwandorf sah es nicht besser aus. Trotz der Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes im Vorfeld wurden einige Anwohner aufs Neue von den Wassermassen überrascht.

Im Landkreis Regensburg hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun:  Im Ortsteil Grünthal der Gemeinde Wenzenbach drohten die Wassermaßen in einige Keller einzudringen. Die Kellerschächte wurden notdürftig abgeschirmt, so konnte verhindert werden, dasss die braune Brühe in den Keller laufen konnte. Der Garten gleicht jetzt zwar einem Sumpf, der Keller ist aber weitestgehend trocken. Doch wo kommt das Wasser her? Ein Anwohner zeigt uns ein, an sein Grundstück angrenzendes Feld. Von dort meint er strömt das Wasser hinab, direkt auf sein Grundstück. Gerade so hätte er noch einen künstlichen Damm mit einem Stück Blech errichten können, berichtet er weiter. Seinen Keller hat diese Maßnahme wohl vor der Verwüstung gerettet.

Ein paar Kilometer weiter östlich liegt der Ort Bach an der Donau. Der Damm einer Baustelle drohte zu brechen. Tausende Liter Wasser wären dann auf einige Hauser zugeströmt. Die Feuerwehr legte lange Leitungen, um das Wasser vor dem Damm abzupumpen und in einen nahegelegenen Bach zu leiten. Mit 6.000 Litern pro Minute waren die Pumpen hier im Einsatz. Die Baugrube war am Nachmittag noch komplett leer. Innerhalb des vier Stunden andauernden Dauerregens war diese jedoch komplett vollgelaufen. Am Montag hätten hier die Arbeiten weitergehen sollen. Die Ironie: Die Baumaßnahmen dienen dem Hochwasserschutz. Solch Unwetterkatastrophen wie der Ort teilweise in den letzten Jahren erlebt hat, sollen dann der Vergangenheit angehören.

In Wackersdorf im Landreis Schwandorf konnte die Kanalisation die hohen Mengen an Wasser nicht mehr fassen. Einige Straßen wurden überschwemmt, Keller überflutet. Sogar ein Spielplatz stand unter Wasser. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, mehrere Einsatzstellen werden gleichzeitig gemeldet. Stress pur bei den Feuerwehrmännern und -frauen. Ein Haus traf es besonders schlimm. Hier war der Dreck nicht nur in den gesamten Keller eingedrungen, sondern auch in die Garage. Die Feuerwehr saugte das Wasser mit einem Nass-Sauger aus dem Keller; die Anwohner sind fassungslos: "Es war alles überschwemmt, wir sind sprachlos. Kann man viel nicht mehr sagen".


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