22.03.2012, 16:05 Uhr

Auch Regensburg engagiert sich: Mahnwache gegen Tiermorde in der Ukraine

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Die Tiermorde in der Ukraine haben noch kein Ende gefunden: Am Samstag, 31. März, findet deshalb von 15 bis 18 Uhr eine weitere Mahnwache am Neupfarrplatz in Regensburg statt.

REGENSBURG An diesem dritten bundesweiten Aktionstag protestieren wieder viele Menschen gegen die Massentötungen der Straßentiere im Zuge der EM 2012 in der Ukraine. Organisiert wird diese Mahnwache von Tierrechte Aktiv Regensburg in Zusammenarbeit mit Julia Krempl, vielen Tierschutzvereinen, einzelnen Tierschützern und Tierrechtlern.

Alle Tierschützer und Interessierte sind eingeladen, sich an der öffentlichen Mahnwache aktiv zu beteiligen, um gegen die Grausamkeiten an lebendigen Tieren zu protestieren. Willkommen sind auch selbst gestaltete Plakate und Transparente. Da sich Tierrechte Aktiv Regensburg gegen jegliche Ausbeutung von Tieren engagiert, bittet der Verein, auf das Tragen von Pelz während der Veranstaltung zu verzichten.

Bereits am zweiten bundesweiten Aktionstag am 11. Februar hatte eine Mahnwache in Regensburg stattgefunden. Am ersten Aktionstag war der Verein in Augsburg an der Demonstration vertreten. Die stolze Spendensumme von 878,33 Euro ging an die Fellnasen des Tierheims Gostomel in der Ukraine. Zahlreiche Unterschriften wurden gesammelt.

Zum Hintergrund

Im Zug der Vorbereitungen zur Fußball-EM 2012 werden an den für die Austragung beteiligten ukrainischen Städten Straßentiere, vorwiegend Hunde und Katzen, in großangelegten Tötungsaktionen abgeschlachtet. Die Veranstaltungsorte wollen sich der Welt im besten Licht präsentieren – ohne Straßentiere. Die Tiere werden vergiftet, erschlagen, erschossen und verbrannt, letzteres teilweise bei lebendigem Leib, die beteiligten Kommunen haben fahrbare Krematorien angeschafft. Die Bürgermeister haben Kopfprämien zwischen 25 und 40 Euro pro getöteten Hund ausgesetzt, aus den "Säuberungsaktionen" hat sich ein regelrechter Industriezweig entwickelt. Viele der Tierleichen werden zu Tiermehl als Zusatz für Tierfutter verarbeitet, wie es zum Beispiel im landwirtschaftlichen Bereich bei der Geflügelmast zum Einsatz kommt.

Die Aktion "Fair Play – EM 2012 ohne Tiermorde" ist ein Zusammenschluss von Menschen, die die Gräuel nicht hinnehmen und sich aktiv und selbstbestimmt auf legalem Weg für einen sofortigen Tötungsstopp und nachhaltige Maßnahmen zur Populationskontrolle einsetzen wollen. "Die Proteste dürfen nicht aufhören, Wir bleiben aktiv", so die organisatoren. Deshalb findet am Samstag, 31. März, die nächste Mahnwache statt. An diesem Tag wird es zusätzlich eine europaweite Aktion geben. Angeschlossen haben sich bereits Italien, Schweiz, Österreich, Frankreich, Griechenland, Holland, Spanien, Kroatien, Russland und die Ukraine. Weitere Länder sind in Planung.


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