28.11.2013, 14:06 Uhr

"Aus der Mitte Europas in die Mitte der Christenheit" Der Christbaum für den Papst kommt 2013 aus dem Landkreis Cham

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Im Jahr 1984 stand ein großer Christbaum auf dem Petersplatz in Rom. Der Baum kam aus Bayern, genauer gesagt aus Waldmünchen. 29 Jahre später wird nun erneut ein Baum aus Bayern den Papst erfreuen – und er kommt wieder aus Waldmünchen!

WALDMÜNCHEN/LANDKREIS CHAM Eigentlich hatte man ja einen Baum an Papst Benedikt XVI. übergeben wollen, läuft doch die Bewerbung schon sieben Jahre. Doch nun freut man sich beim Trenkfestspiel-Verein darüber, den Baum in diesem Jahr an Papst Franziskus übergeben zu dürfen. Und auch Joseph Ratzinger wird nicht leer ausgehen, er bekommt einen der 60 kleinen Bäume, die ebenfalls nach Rom gebracht werden.

"Aus der Mitte Europas in die Mitte der Christenheit", so lautet das Motto der Baum-Übergabe. Seit etwa einem Jahr haben der Vorsitzende des Festspielvereines, Alois Frank, und die Mitglieder nach einem geeigneten Baum für den Papst gesucht. Einfach war diese Suche nicht. Gefunden haben sie den passenden Baum schließlich im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Es handelt sich um eine Fichte, die etwa 25 Meter hoch ist und sechs bis sieben Tonnen wiegt. Sie ist etwa 50 Jahre alt.

Am Mittwoch, 27. November, wurde der Baum gefällt und provisorisch verpackt, damit er nicht beschädigt wird. Mit einem Hubschrauber der Bundeswehr – diese nutzt den Transport gleich für eine ihrer Übungen – wird der Baum dann nach Waldmünchen geflogen. Dort wurde er dann endgültig fachgerecht für den Transport nach Rom verpackt. Auf einem speziellen Teleskop-Tieflader starten die Waldmünchner dann am Montag, 2. Dezember, in Richtung Rom. Gegen 10 Uhr werden sie dabei in Regensburg erwartet, Bischof Rudolf Voderholzer wird dem Baum den kirchlichen Segen spenden. Danach geht es weiter nach München, wo Ministerpräsident Horst Seehofer und Oberbürgermeister Christian Ude den Baum verabschieden. Am Freitag, 6. Dezember, wird der Baum dann gegen 4 Uhr an der Autobahnabfahrt Rom-Nord erwartet. Mit Polizeigeleit wird der Korso dann in den Vatikan fahren. Dort wird der Baum aufgestellt und geschmückt. 60 kleine Bäume sind ebenfalls mit dabei, sie werden an die Kardinäle verteilt und in den Kirchen Roms aufgestellt. Einer davon wird dann auch die Wohnung des emeritierten Papstes Benedikt schmücken.

Waldmünchen ist damit der erste Ort, der zum zweiten Mal einen Weihnachtsbaum für den Papst spendet. Als Region hatte Südtirol bereits zweimal einen Baum nach Rom gebracht. Die Waldmünchner freuen sich darüber natürlich besonders – zu Recht!

Und so werden viele Menschen in Waldmünchen und ganz Bayern in diesem Jahr die Bilder, die zu Weihnachten aus Rom in die ganze Welt ausgestrahlt werden, ganz besonders genau beobachten, denn dort wird dann auch immer wieder "ihr" Weihnachtsbaum zu sehen sein.


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