28.11.2013, 00:00 Uhr

Autobahnabschnitt A94: die ersten Kilometer in Niederbayern für Verkehr freigegeben

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Ab 14 Uhr rollt der Verkehr auf dem neuen Streckenabschnitt zwischen Kühstein und Malching.

MALCHING-ERING Ab 14 Uhr rollt nun der Verkehr auf der soeben fertiggestellten zweiten Fahrbahn zwischen Kühstein und Malching. Somit ist das erste Teilstück der A 94 mit einer Länge von 5,8 Kilometern in Niederbayern für den Verkehr freigegeben. Am Vormittag konnte im Beisein zahlreicher Ehrengäste der Teilabschnitt offiziell der Bestimmung übergeben werden. Nach einigen Umbau- und Aufräumarbeiten fließt nun der Verkehr am Nachmittag auf der A-94-Strecke.

Rund zehn Millionen Euro hat die zweite Fahrbahn gekostet, bei der mit dem Bau Anfang Oktober 2012 begonnen wurde. Nachdem die Ortsumfahrung von Malching nur ein halber Autobahnquerschnitt mit einer Richtungsfahrbahn war, können die Malchinger jetzt wieder aufatmen. Denn der Verkehr lief während der Bauzeit durch den Ort. Insgesamt hatte die Maßnahme in den Bau der Ortsumfahrung 38 Millionen Euro verschlungen.

In seinen Grußworten erläuterte Staatssekretär Andreas Scheuer die Wichtigkeit der A94 für die Menschen vor Ort. „Mit dem Neubau soll die unfallträchtige B 12 entlastet und eine leistungsfähige und verkehrssichere Fernstraßenverbindung zwischen der Region Südostbayern und dem weiträumigen Fernverkehrsnetz geschaffen werden.“

Damit sei laut Scheuer aber nur ein Etappenziel erreicht. Insgesamt sind nun 84 Kilometer in Betrieb. Nun gilt es, die rund 33 Kilometer lange Ausbaulücke bis Abschnitt Pastetten – Dorfen – Heldenstein zu schließen und damit die Durchgängigkeit der A 94 von München bis Marktl herzustellen, so der Staatssekretär. Die restliche Strecke soll über ein Öffentlich-Privates-Partnerschafts-Modell (ÖPP) finanziert werden.

Dass es sich bei der A 94 um ein Straßenbauprojekt handelt, das zu den vordringlichsten in ganz Bayern gehört, unterstrich Ministerialdirigent Karl Wiebel vom Bayerischen Staatsministerium. Nach seinen Worten ist die A 94 für den südostbayerischen Wirtschaftsraum eine unverzichtbare verkehrliche Lebensader.

Passaus Landrat Franz Meyer erinnerte daran, dass nun die ersten knapp sechs Kilometer der A 94 in Niederbayern fertiggestellt wurden und dies eine Signalwirkung habe. Besonders die Betriebe, Meyer nannte hier auch das Bäder- und Chemie-Dreieck, können von einer Autobahn nur profitieren, da viele Handwerksfirmen im südlichen Landkreis ihre Baustellen in und um München haben.

Zuspruch erhielten auch einige Befürworter, die mit Transparenten auf sich aufmerksam machten. Initiator Alfred Feldmeier überreichte Staatssekretär Scheuer eine Liste mit Vorschlägen und Unterstützern, damit der Abschnitt zwischen Marktl und Ering ab 2015 in den vordringlichen Bedarf kommt und endlich geplant werden darf. Besonders im Streckenabschnitt Simbach am Inn kommt es zunehmend zu einer Sandwichsituation, da hier für die Autobahn noch keine konkreten Pläne vorliegen.

Die beiden angedachten Trassenverläufe wurden mehrheitlich vom Stadtrat abgelehnt. Werden weitere Teilabschnitte fertig, dann kommt es für Simbach zu einem Verkehrskollaps. Weitere Infos liefert Feldmeier auf seiner Internetseite: www.a94info.de.


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