19.11.2014, 13:28 Uhr

Am Sonntag: Erster Landshuter Pilgertag Alexander Bürger bringt Menschen "auf den Weg"

Foto: Andreas HasakFoto: Andreas Hasak

Der Vilsbiburger Alexander Bürger ist in den letzten sieben Jahren über 7.500 Kilometer gepilgert. Am Sonntag, 23. November, berichtet er in der Alten Kaserne Landshut über seine Erfahrungen auf den Wanderrouten.

LANDSHUT Besucher des ersten Landshuter Pilgertags erwarten Dia-Vorträge von Alexander Bürger (um 15 Uhr „Via Podiensis“ / um 18 Uhr „Der Küstenweg“) sowie ein unterhaltsames und informatives Rahmenprogramm. Ein besonderes Highlight: eine Kunstausstellung mit „Wegbildern“ von Sabine Penzenstadler. Der Eintritt ist kostenlos.

Im Wochenblatt-Interview hat Bürger schon vorab Einblicke ins Pilgerleben gewährt:

Herr Bürger, Sie sind Pilgerbegleiter. Was genau ist das?

Im weitesten Sinn so etwas wie ein Reiseleiter, nur eben spezialisiert auf Fußpilgerschaften. Viele machen eine Pilgerreise ja allein, und auch bei meinen Pilgerbegleitungen ist das Ganze immer auf relativ kleine Gruppen an Pilgern beschränkt. Während ich selbst die längeren Wege für mich alleine gehe, sind es bei den Pilgerbegleitungen kürzere Touren von ein bis vier Tagen. Bei Letzteren geht es darum, dass die Menschen einen ersten Eindruck vom Pilgern bekommen. Ich bringe sie sozusagen „auf den Weg“!

Und ist das Ziel immer Santiago de Compostela?

Nein, letztes Jahr bin ich zum Beispiel den Wolfgangsweg von Regensburg ins österreichische St. Wolfgang gegangen, auch in Rom war ich schon zu Fuß, und in Tschechien bin ich ebenfalls gepilgert.

Mit welchem Hintergrund pilgern die Menschen?

Das hat sich extrem verändert. Früher pilgerten die Menschen, um den Heiligen am Grab möglichst nahe zu sein. Es waren Bitt-, Buß- und Dankwallfahrten. Heute ist es in erster Linie eine Reise zu sich selbst, eine Selbstfindung im weitesten Sinne.

Was sind die trivialen Alltagsprobleme, mit denen ein Pilger zu kämpfen hat?

Ich weiß, dass viele Riesenprobleme mit Blasen an den Füßen haben. Mein größtes Alltagsproblem in Spanien ist es, dass ich mit den dortigen Essgewohnheiten nicht klarkomme. Dort wird morgens und mittags sehr wenig gegessen, dafür sehr spät abends alles, was geht. Ich habe mir deshalb angewöhnt, dass ich mich auch in Spanien – von der Tageszeit und der Menge her – nach bayerischen Essgewohnheiten ernähre.

Der erste Landshuter Pilgertag findet in Zusammenarbeit mit dem Christlichen Bildungswerk Landshut, Wandern.de und der Fränkischen Jakobus-Gesellschaft statt.


0 Kommentare