24.05.2019, 13:12 Uhr

Vollsperrung der LA7 im Juni und Juli Mit verlängerten Arbeitszeiten zum schnellen Ergebnis

Besprachen den neuen Zeitplan für den Ausbau der LA7, die künftig als Provisorium die B15n und die A92 verbinden soll: Christian Unzner, Dienststellenleiter der Autobahndirektion Süd, Landrat Peter Dreier, gemeinsam mit den Kreisräten aus dem Gemeindegebiet Essenbach. (Foto:  Landkreis Landshut)Besprachen den neuen Zeitplan für den Ausbau der LA7, die künftig als Provisorium die B15n und die A92 verbinden soll: Christian Unzner, Dienststellenleiter der Autobahndirektion Süd, Landrat Peter Dreier, gemeinsam mit den Kreisräten aus dem Gemeindegebiet Essenbach. (Foto: Landkreis Landshut)

Zum Jahresende sollen die B15neu und die A92 durch ein Provisorium über die Kreisstraße LA7 miteinander verbunden werden und damit Essenbach vom Durchgangsverkehr entlasten. Als Kreisstraße konzipiert, ist die LA7 aber der erwarteten Verkehrslast nicht gewachsen und muss zuvor verstärkt und ausgebaut werden. Von 3. Juni bis 2. August werden die Arbeiten durchgeführt – unter Vollsperrung der LA7.

ESSENBACH Da die LA7 als „Brücke über die A92“ die direkte Verbindung Essenbachs mit seinen Gemeindeteilen Ohu sowie Ober- und Unterahrain darstellt, war der Unmut der Essenbacher Markträte groß, als sie von der Vollsperrung erfuhren. Deshalb hat Landrat Peter Dreier die Initiative ergriffen und das Gespräch mit der Autobahndirektion Südbayern als Auftraggeber gesucht und auf eine verträglichere Lösung hingewirkt. Vergangene Woche stellte Dienststellenleiter Christian Unzner den Kreisräten aus dem Gemeindegebiet Essenbach und Verwaltungsvertretern die angepassten Pläne vor.

„Eine solche Maßnahme umzusetzen dauert normalerweise drei bis vier Monate – wir konnten aber die Bauzeit auf zwei Monate verkürzen, indem wir die Baustelle nun als so genannte Tageslichtbaustelle im Zwei-Schichtbetrieb unter Einbeziehung der Samstage laufen lassen werden“, erklärte Christian Unzner von der Autobahndirektion. Lediglich an den Feiertagen und an den Sonntagen werde die Baustelle ruhen. Innerhalb der zweimonatigen Bauzeit wird unter anderem die alte Deckschicht abgetragen, der Untergrund gefestigt und die Fahrbahn durchgängig auf 6,5 Meter verbreitert.

Aufgrund einer neuen EU-Richtlinie ist es nicht möglich, die Straße nur teilweise zu sperren, da sonst die geforderten Sicherheitsabstände auf Baustellen für die Bauarbeiter nicht erfüllt werden können. „Bei einer Fahrbahnbreite von aktuell sechs Metern ist einfach nicht mehr genug Platz, den Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeizuführen. Auch den Radweg können wir deshalb nicht offen lassen“, erklärte Unzner.

Auf den Vorschlag, die Maßnahme auf einen anderen Zeitraum außerhalb der Erntezeit zu verschieben, konnte die Autobahndirektion nicht eingehen: Der Ausbau der LA7 ist so eng mit anderen Baumaßnahmen rund um die A92 eingetaktet, dass nur die Monate Juni und Juli zur Umsetzung übrig geblieben sind.

Die Umleitung erfolgt über die St2074 und die St2141. Zudem forderten die Kreisräte, dass kleinere Verbindungsstraßen während der Straßensperrung für den Schwerlastverkehr gesperrt werden sollten.

Dass der Vollausbau nötig ist, darin waren sich alle Anwesenden einig. Denn im schlimmsten Fall würde die LA7 den Belastungen nicht dauerhaft Stand halten und müsste „zwischendurch“ saniert werden – was wieder eine Vollsperrung dieser wichtigen Verbindung zur Folge hätte. Landrat Peter Dreier: „Gemeinsam mit der Autobahndirektion haben wir nun einen Kompromiss gefunden, der zwar kurzfristig Umleitungen und längere Wege erfordert, Essenbach aber langfristig vom Durchgangsverkehr der jetzigen B15 befreien wird und für mehr Sicherheit und Lebensqualität im Ort sorgt. Mit dieser zweimonatigen Maßnahme kommen wir dem ersehnten Anschluss der Bundesstraße und die Autobahn ein großes Stück näher.“


0 Kommentare