06.07.2018, 09:02 Uhr

Im Klosterholz bei Altdorf Jetzt wird das 200-Meter-Windrad realisiert


Mit einem laaaaangen Anlauf kommt es nun doch: das Windrad bei Pfettrach (Gemeinde Altdorf). Schon im Herbst sollen die Arbeiten am Rande des Klosterholzes – nahe der B299 – beginnen.

ALTDORF Allerdings, sagt Altdorfs Bürgermeister Helmut Maier, „fühlt sich unsere Bevölkerung schlecht informiert“. Deshalb hätte er zusammen mit dem Gemeinderat darauf gedrängt, die Altdorfer im Rahmen einer Infoveranstaltung auf den aktuellen Sachstand zu bringen.

Schließlich hat die geplante Windkraftanlage eine über mehrere Jahre andauernde Vorgeschichte. Bereits 2012 hätten die Planungen – damals noch für zwei Windräder – begonnen, so Maier. Deshalb kommt die sogenannte 10H-Regel in Pfettrach nicht zum Tragen. Durch diese Regelung, die am 21. November 2014 in Kraft getreten war, wird festgelegt, dass die Errichtung von Windkraftanlagen grundsätzlich nur mit einem Mindestabstand der zehnfachen Höhe (Turm und Rotor) zu Wohngebäuden in Bebauungsgebieten oder bebauten Ortsteilen erlaubt ist.

Investor OneSolar hatte die Genehmigung seitens des Landratsamtes bereits zuvor erhalten, und auch der Marktgemeinderat hatte das Projekt schon vor dem November 2014 durchgewunken. Deshalb wird der Energieversorger EnBW (Energie Baden-Württemberg), der nun an die Stelle von OneSolar gerückt sei, das Windkraft-Projekt vor den Toren Altdorfs mit dem Verweis auf den Bestandsschutz realisieren können.

Helmut Maier zum Wochenblatt: „Vorab sollen jedoch die Bürger detaillierte Informationen erhalten und auch Fragen stellen können.“ Deshalb poche er auf eine Infoveranstaltung noch vor den Sommerferien. „Es eilt. Schließlich will die EnBW im Herbst loslegen.“

Aber, so fügte der Altdorfer Bürgermeister an, es gebe eine zweite Bedingung aus dem Altdorfer Rathaus: „Wir möchten, dass die EnBW alle betroffenen Grundstücks-Eigentümer an einen Tisch bringt und dass wir alle gemeinsam diskutieren.“ Schließlich gebe es viele Bürger, die „von Stromleitungen oder Überfahrungen“ betroffen seien. Helmut Maier: „Ich gehe davon aus, dass wir uns Mitte nächster Woche treffen und die Dinge ausdiskutieren können.“

Die Windkraftanlage nördlich von Pfettrach wird mit einer Höhe von 140 Metern plus rund 100 Metern Rotor-Durchmesser eine Gesamthöhe von knapp 200 Metern aufweisen – und weithin sichtbar sein.


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