10.04.2017, 17:38 Uhr

Bodenrichtwerte veröffentlicht Zu verkaufen: Studentenapartment für 6000 Euro pro Quadratmeter

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Die Investition in Immobilien im Stadtgebiet ist sehr attraktiv. Die Kehrseite der Medaille ist, dass Wohnraum immer teurer wird und immer weniger Bürger sich eine Immobilie kaufen können.

LANDSHUT Am Montag sind die Bodenrichtwerte für die Stadt Landshut veröffentlicht worden. Das bedeutet ein Überblick über die Wertentwicklung aller Grundstücke, egal ob bebaut oder unbebaut. 

Die Kernaussage der Daten, die Maximilian Karl neben Oberbürgermeister Alexander Putz vorstellte, ist, dass sich der Immobilienboom der letzten Jahre linear fortsetzt.

Maximilian Karl ist Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Landshut und des Oberen Gutachterausschusses in Bayern.

Der Umsatz steigt, die Vertragsabschlüsse sinken

Zwischen 2014 und 2016 ist die Anzahl der jährilichen Kaufabschlüsse für Immobilien bzw. Grundstücke in Landshut von 1.263 auf 900 Euro gesunken. 

Das bedeutet ein Minus von 24 Prozent. 

Gleichzeitig allerdings stieg der gesamte Geldumsatz zwischen 2014 und 2016 von 291,9 auf 350,4 Millionen Euro. Also 20 Prozent Plus. 

Bei den wenigen unbebauten Grundstücken im Stadtgebiet stieg der Geldumsatz sogar um 42 Prozent. 

Als neuestes Immobilien-Boomgebiet gilt Landshut-Auloh. 

Angesichts der Zahlen und der hohen Attraktivität Landshuts für Kapitalanleger kommentierte OB Putz, "dass wir alles in unserer Macht Stehende für bezahlbaren Wohnraum tun". 

Sprich, mindestens 20 Prozent "sozialer Wohnungsbau wird den Bauherren bei der Bauvergabe auferlegt". 

In der Nähe des Hauptbahnhofs entstünden bald "im Auftrag der Stadt bis zu 400 Wohnungen, davon 30 Prozent zu sozialverträglichen Preisen". Das Areal war vom Liegenschaftsamt der Stadt erworben worden. 

Schier unglaubliche Preise nannte Maximilian Karl bei kleinen Stundentenappartments, je zwischen 18 und 25 Quadratmetern: Zwischen 5.000 und 6.000 Euro würden hier bei Neubauten pro Quadratmeter gezahlt. 

Im gesamten Immobilienmarkt sei das Preisniveau allerdings "deutlich niedriger", so Karl.

Lesen Sie mehr dazu ab Mittwoch in der Print- und E-Paper-Ausgabe des Landshuter Wochenblatts. 


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