05.12.2016, 17:03 Uhr

Antrag auf 1 Million Euro Planungskosten Sanierung Stadttheater: Jetzt soll Bewegung in die Sache kommen

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Die Förderzusage von 75 Prozent der Gesamtkosten durch die Bayerische Staatsregierung im September war eine kleine Sensation. Nun machen CSU, Grüne und SPD Druck, damit die Sanierung im Zeitplan bleibt.

LANDSHUT 1 Million Euro nur für die Planung, wie die Sanierungsarbeiten am Bernlochner, dem Landshuter Stadttheater, technisch ablaufen sollen: Diese Summe wollen die Stadtratsfraktionen der CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Haushalt der Stadt Landshut festgeschrieben haben. Am Montagnachmittag stellten sie diesen gemeinsam Haushaltsantrag im Augustiner an der Martinskirche vor. Eine solche fraktionsübergreifende Petition ist in Landshut sehr ungewönhlich. Sie zeigt, welche Wichtigkeit ein bald saniertes Stadttheater für das Image der Stadt hat und, dass man "die Nutzung der bewilligten Fördergelder auf keinen Fall im Zweifel lassen will", so Wilhelm Hess von der CSU-Fraktion. 

Die Stadträte Stefan Gruber (Die Grünen), Prof. Dr. Frank Palme (Die Grünen), Wilhelm Hess (CSU), Helmut Radlmeier (CSU), Robert Gewies und Maria Haucke (beide SPD) demonstrierten "die parteiübergreifende Geschlossenheit des Stadtrats zum Wohle Landshuts". so Wilhelm Hess, der als Hauptinitiator des Antrags in Erscheinung trat. Die Zusage der Fördergelder des Freistaats hatte sein Kollege Helmut Radlmeier im September an der Seite von Staatsminister Markus Söder (CSU) präsentiert. 

Die Hälfte der Planungskosten für 2017 – 1 Million Euro, falls der Betrag genehmigt wird – sowie eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 2 Millionen Euro im Haushalt 2018 werden jeweils zu 50 Prozent gefördert. Über die Gesamtkosten der Baumaßnahmen wollten die Stadträte keine genauen Angaben machen, "da die Umsetzung komplex und langwierig sein wird", so Stefan Gruber. Experten schätzen die Gesamtkosten auf 25 bis 30 Millionen Euro. Davon hätte die Stadt ungefähr sieben Millionen Euro selbst zu tragen. 

Allein für Vor- und Detailplanungen wird ein Zeitplan von etwa zwei Jahren veranschlagt. Der Beginn der Baumaßnahmen kann laut Stellungnahme der Fraktionen "ohnehin nicht vor 2019" erfolgen. Wenn alles wie geplant läuft, sollen die Landshuter Theaterfreunde circa 2021 wieder in der Innenstadt im Bernlochner gepflegt ins Theater gehen können. Bis dahin muss das Theaterzelt am Messegelände in der Niedermayerstraße halten. Dort gibt es immer wieder Klagen über eine mangelhafte Heizung, den Straßenlärm und eine gewöhnungsbedürftige Atmosphäre.

Die Bernlochnersäle sind seit Frühjahr 2016 im Besitz der Stadt Landshut. Das dortige Theater soll eine modernere Tribüne, eine größere Bühne und einen völlig neu gestalteten Orchestergraben bekommen. Die aktuell geplante Sanierung ist die abgespeckte Version ohne größere Zu- und Neubauten. Bereits demnächst eröffnen soll das Bernlochner Restaurant mit neuem Pächter. 


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