29.07.2016, 13:22 Uhr

Stadtrat fällt keinen Beschluss Entscheidung über Wolfgangsbad vertagt!

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So langsam können einem die Eltern und Schüler der Grundschule St. Wolfgang nur noch leidtun. Die Entscheidung darüber, was aus ihrem sanierungsbedürftigen Lehrschwimmbecken werden soll, schiebt der Landshuter Stadtrat munter vor sich her.

LANDSHUT Das Plenum des Landshuter Stadtrats hat die Angelegenheit am Freitagnachmittag in 2. Lesung geschickt. Dementsprechend werden sich die Bürgervertreter erst im Herbst (nach der Sitzungspause) erneut mit der Zukunft des Wolfgangsbades befassen. Zu klären ist dann, ob das in die Jahre gekommene und marode Bad geschlossen oder saniert werden soll. Eine Generalsanierung würde mit rund 2,6 Millionen Euro zu Buche schlagen (wobei etwa 500.000 Euro als Fördersumme generiert werden könnten). Eine Teilsanierung, die eine Nutzungsdauer von lediglich zehn Jahren garantieren würde, würde etwa 1,6 Millionen Euro kosten.

Nach einer ausgiebigen Diskussion über größtenteils bekannte Standpunkte, hatte CSU-Stadträtin Ingeborg Pongratz den Antrag auf 2. Lesung gestellt. Diesem hat das Plenum mit 17:20 Stimmen entsprochen (schon ein Viertel aller Stimmen hätte gereicht). Hintergrund der Verschiebung: Viele Stadträte wollen erst klären, ob die Stadt tatsächlich einen Neubau des Stadtbades beschließt. Diese Abstimmung ist ebenfalls für den Herbst geplant. Sie ist insofern wichtig, als eine neue "Schwimmschule" mit ausreichend Kapazitäten (2 Lehrschwimmbecken) ausgestattet werden soll, um allen Landshuter Schulen als Anlaufstelle für den Schwimmunterricht zu dienen. Auch die Kinder der Wolfgangsschule sollen nach Meinung der Sanierungs-Gegner in Zukunft im Stadtbad an das Wasser herangeführt werden.

Hans Rampf hatte sich zu Beginn der Stadtratssitzung als Gegner der Sanierungsvariante positioniert. Für ihn sei ein solches Vorgehen "nicht im Sinne der ganzen Stadt" und bloßes "Stückwerk". Den Bedarf, der in Landshut an Lehrschwimmbecken besteht, können man nur mit einem neuen Stadtbad abdecken. Er appellierte an die Bürgervertreter, die Finanzen der Stadt nicht aus den Augen zu verlieren und eine Entscheidung zu treffen, die langfristig und ökonomisch am sinnvollsten sei.

.Einen ausführlichen Bericht lesen sie in der nächsten Ausgabe des Landshuter Wochenblatts


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