24.04.2017, 09:29 Uhr

Politik Emilia Müller zu Gast beim CSU-Ortsverband Painten

Foto: CSU PaintenFoto: CSU Painten

Sehr gut besucht war die diesjährige Georgi-Feier des CSU-Ortsverbandes Painten am Samstag, 22. April. Über 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen in den Eichenseher-Saal nach Maierhofen um mit diesem politisch-unterhaltsamen Abend dem Patron der Paintner Pfarrkirche, dem Hl. Georg, zu gedenken.

PAINTEN Im politischen Teil des Abends haben Landrat Martin Neumeyer (CSU) und die Staatsministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Emilia Müller, als Redner fungiert und mit den Anwesenden im Anschluss engagiert diskutiert. Der CSU-Ortsverband konnte zudem den ersten Bürgermeister Michael Raßhofer, zweiten Bürgermeister Josef Eimer und zahlreiche Vertreter von Marktrat, Kreisrat und Vereinen begrüßen.

Martin Neumeyer hob bei seiner Rede die Bedeutung von Freiheit und Demokratie hervor und betonte wie wichtig es sei, für den Erhalt dieser Errungenschaften zu kämpfen.

Emilia Müller nutzte den Abend, um eine sehr breite Palette politischer Themen anzusprechen und kritisch zu beleuchten. Müller, welche sich selbst als "Dinosaurier im Kabinett" bezeichnet, spielte dabei ihre umfangreichen Erfahrungen aus 13 Jahren Kabinettszugehörigkeit aus und bestach durch Sachlichkeit, Objektivität und großem Detailwissen. Die Staatsministerin verzichtete auf plumpe Wahlkampfparolen sondern fokussierte sich darauf, die aktuelle Situation zu beschreiben, die Quellen des derzeitigen Wohlstands aufzuzeigen und die Linien für die zukünftige Politik der Staatsregierung zu skizzieren. Im Landkreis Kelheim beträgt die Arbeitslosigkeit zum Beispiel aktuell drei Prozent. Damit steht der Landkreis nicht nur besser da als der bayerische Durchschnitt von 3,5 Prozent, sondern zudem an der Grenze zur Vollbeschäftigung. Dies gelte es zu erhalten und zu festigen durch eine Erhöhung der Staatsausgaben für Bildung in allen Bereichen.

Ein Schwerpunkt des Vortrags von Müller stellte dann auch das Thema Zuwanderung dar. Müller plädierte hier für eine Begrenzung und einen ehrlichen Umgang mit Personen ohne Bleibeperspektive. Sie betonte dabei, dass Bayern seine Verantwortung in diesem Bereich wahrnimmt.

Müller, die in der Vergangenheit schon Europaabgeordnete war und bayerische Staatsministerin für Europafragen, ist eine vehemente Kämpferin für ein vereintes und starkes Europa. Engagiert und mit viel Herzblut argumentierte sie für den erhalt der Friedens- und Freiheitswerte der Europäischen Union. Sie thematisierte allerdings auch Verfehlungen der EU-Bürokratie, welche zu einem distanzierten Verhältnis zwischen Bürgern und EU geführt haben. Hier müsse sich die EU wandeln um bei den Bürgern Europas wieder Begeisterung und Identifikation hervorrufen zu können. Ein starkes Europa sei in einer globalisierten Welt die Grundvoraussetzung für Frieden, Freiheit und Wohlstand. Um dies zu erreichen müssten die Schwerpunkte der europäischen Politik neu definiert werden, weg von der Regelung einzelner Details hin zu gemeinsamen politischen Linien.

Zum Abschluss bedankte sich Frau Müller zum Schluss noch bei allen ehrenamtlich tätigen Menschen in Vereinen, Kirche, Politik und Gesellschaft. Diese seien der Kit, der die Gesellschaft zusammenhält und eine Gemeinschaft überhaupt erst entstehen lässt. Nach dem politischen Teil spielte das Duo "Wastl & Alex" auf und sorgte für einen gelungenen und unterhaltsamen Abend.


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