16.12.2014, 14:30 Uhr

Am Anfang war ein Kochbuch Von Kochbüchern bis zu Mord – Autor Walter Gabauer entspannt beim Schreiben

Foto: Gabriele ScholtzFoto: Gabriele Scholtz

Am Anfang war ein Kochbuch. Es folgten eine Roman-Trilogie und zwei Krimis. Derzeit arbeitet Walter Gabauer an Krimi Nummer drei und einem Kinderbuch. Ein recht aktiver Autor. Seit einigen Jahren hat sich der gelernte Koch das Schreiben zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht.

MÜNCHSMÜNSTER Benedikt Furtmayr lautet der Titel seines Romans in drei Bänden: "Forsthaus", "Julia" und "Tina". Die Titel der letzten beiden Folgen lassen schon ahnen, der Protagonist, ein begabter und erfolgreicher Dreisternekoch, gerät immer wieder in Versuchung, wenn ein junges, hübsches weibliches Geschöpf seinen Weg kreuzt. Eine Schwäche, die ihn immer wieder ganz schön in die Zwickmühle geraten lässt?

Ein wirklich unterhaltsamer Dreiteiler, der dem 57-Jährigen da gelungen ist. Eigentlich wollte er nur in einem Buch seine realen beruflichen und privaten Erlebnisse, gewürzt mit einer Prise Fantasie aufs Papier bringen. "Doch dann kamen mir so viele Ideen, da sind es drei Bände geworden." Nur sechs Wochen brauchte Walter Gabauer für Teil eins. Normalerweise dauert’s ein viertel Jahr, bis er sein Manuskript einreicht. Der AAVAA Verlag in Berlin hat sie bis jetzt alle akzeptiert. Ebenso Amazon. Hier rangieren seine Titel unter den Top 100. Gabauer (Pseudonym Walter Bachmeier) liebt die Mischung aus Emotion und Spannung. Vielleicht lässt er aus diesem Grund in "Die Tote von St. Kastl", seinem ersten Krimi, in das Drama eine Liebesgeschichte mit jeder Menge Emotion und Erotik einfließen.

Kommissar Xaver Weininger ermittelt in diesem, recht mysteriösen Fall. Ein sturer Holledauer Kopf ist dieser Mann, ein bisserl streitsüchtig, aber niemals nachtragend. Dazu hat er einfach viel zu viel Herz.

Die Idee zu dieser spannenden Geschichte kam Walter Gabauer, weil er immer wieder an der gleichnamigen Kirche bei Geisenfeld vorbeikommt, die er als Bub zudem oft mit der Oma besucht hat. Die Umgebung ist ihm daher voll vertraut. Klar, dass auch die Forstwiesener und Straßberger Weiher sowie die Fischteiche von Einberg mit eine Hauptrolle spielen.

Zum "Holledauer Schlachtfest" wurde der Autor durch einen Zeitungsartikel inspiriert. In diesem Krimi lässt ein Serienmörder ebenfalls in der Gegend rund um Geisenfeld jede Menge Blut fließen. "Manchmal geht’s recht unappetitlich zu", sagt Walter Gabauer.

Derzeit beendet er gerade ein Kinderbuch, den achten Teil von Alkar, dem Blauseewichtel. Mit dem Winzling und dessen Freundin, der Fee Alina, ist der Autor in den Wiesen und Wäldern rund um das Dörfchen Wald im Pinzgau im Zillertal unterwegs. „Meine zweite Heimat“, sagt der gebürtige Karlsruher, der in der Hallertau aufwuchs und mit seiner Frau Ingrid in Münchsmünster lebt. Mit ihr entdeckt er die Natur in der von Touristen noch wenig besuchten Gegend. Stets mit dabei ist die Kamera. Einige der Fotos wählte der Verlag daher für die Illustration der Wichtel-Bände aus.

Das nächste Buch ist ebenfalls in Arbeit: Krimi Nummer drei, bei dem in Abensberg ermittelt wird. Mehr will Gabauer nicht verraten. Schreiben ist für den vielseitigen Mann, der auch eine Ausbildung als Heilpraktiker und Gehirntrainer absolvierte, „echte Entspannung“. Natürlich ist er stolz, dass sich seine Bücher "recht gut verkaufen". Das größte Echo fand sein erstes Kochbuch, das vor 30 Jahren erschien. Darin verarbeitete er Rezepte seiner Ur-Oma: "Das war ein echter Renner", erinnert sich Gabauer. Deshalb hat er es überarbeitet und unter dem Titel "Boarisch kocht" erneut herausgegeben. Mittlerweile rangiert der Titel bei Amazon auf Platz 49 unter der Sparte "Alte Kochbücher".

Weil er gerne schreibt aber damit auch Erfolg haben will, ist der Autor aus Leidenschaft "für jede konstruktive Kritik offen". Er weiß: "Es gibt auch Leute, die das was ich schreibe nicht gerne lesen." Doch da hält er es wie ein Maler oder Komponist: "Da finden auch die Größten nicht nur Beifall."


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